Obwohl die Schweiz nie eine Kolonialmacht war, bedeutet das nicht, dass eines der grössten Verbrechen gegen die Menschlichkeit - der Handel mit afrikanischen Sklaven - unbemerkt an ihr vorbeigegangen wäre. Schweizer Privatpersonen haben ebenso aus dem Sklavenhandel Profit geschlagen wie andere Europäer auch.
Einzelne Schweizer Bürger profitierten wirtschaftlich enorm während des transatlantischen Dreieckshandels, sie produzierten Textilien, sogenannte Indiennes für den Eintausch in Afrika gegen Sklaven, handelten mit Kolonialwaren und besassen Plantagen in Übersee, die sie von Sklaven bearbeiten liessen. Andere Schweizer verdingten sich als Söldner in Übersee oder mussten in der "Neuen Welt" ihr Auskommen suchen, um Armut und Hunger in der Schweiz zu entfliehen. Diese Tatsachen zeigen deutlich die grenzübergreifende Verstricktheit und die globale Dimension des Sklavenhandels des 16.-19. Jahrhunderts.
http://www.cooperaxion.org/projekte/schweiz.html
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