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13.04.2014

Sprachstanderhebung in der asylpolitik

Besonders wichtig ist auch der Beitrag von Sabine Gatt, der die Flüchtlingsproteste in Österreich aufnimmt. Gatt erläutert die österreichische ausschließende Asylpolitik, in der Integration als einseitiges Projekt gedacht wird, die von Flüchtlingen – und insgesamt Menschen mit Migrationshintergrund – zu erbringen sei. Nationalität werde dabei besonders über Sprache her- und Flüchtlinge als defizitär dargestellt. Auf diese Weise werde von der österreichischen Regierung die „Einführung von Sprachstanderhebungen vor Zuzug“ (S. 142) gerechtfertigt. Das auf Sprache basierende „Nationsnarrativ“ werde „durch ein Emanzipationsnarrativ“ (S. 141) ergänzt: Patriarchat würde ‚andere Kulturen‘ kennzeichnen und Bildungszwang (etwa „Sprachstanderhebungen“) zuwandernden Frauen einen Ausweg aus patriarchalischen Strukturen eröffnen. Gatt hierzu: „Über die binäre und hierarchisierende Konstruktion von eigener und fremder Kultur dient die Externalisierung des Patriarchats dazu, die eigene Kultur davon freizusprechen.“ (S. 142) Gatt arbeitet die Interessen österreichischer Politik heraus und wie sie Flüchtlinge marginalisiert und zum Schweigen bringt.