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20.08.2016

Borderlands/La Frontera


Borderlands/La Frontera: The New Mestiza ist ein semi-autobiographisches Werk von Gloria E. Anzaldúa. Das Buch erschien 1987 im Verlag Aunt Lute Books. Thema von Borderlands sind die unsichtbaren Grenzen, die zwischen verschiedenen Gruppen im Grenzbereich zwischen den USA und Mexiko existieren: US-Bürger - Mexikaner/Chicanos, Männer - Frauen, Heterosexuelle - Homosexuelle.

Das Buch ist unterteilt in zwei Teile. Der erste in Prosa geschriebenen Teil ist untergliedert in sieben Abschnitte, in denen sie Autobiographisches mit der Geschichte der US-amerikanisch-mexikanischen Grenze und essayhaften Passagen über ihre Weltanschauung verbindet. Der zweite Teil des Buches besteht aus einer Sammlung von 38 Gedichten, die in sechs Gruppen unterteilt sind.

Das Buch lässt sich keiner der üblichen literarischen Kategorien zuordnen. Es verbindet aus der Perspektive einer lesbischen Feministin, einer Chicana-Tejana, Autobiographisches, Themen der Zeitgeschichte, historisch-kulturgeschichtliche Exkurse, Reflexionen über die aztekische Mythologie und Kultur, aus denen sie dann ihre Theorien über die „Neue Mestizin“, eine „Bewusstsein des Mestizen“ (Mestiza consciousness) und über „Grenzen“ und „Grenzgänger“ entwickelt.
Inhalt

Borderlands beginnt mit einem Gedicht über das Meer, das Mexiko umgibt. Das Meer als eine natürliche Grenze soll als Kontrast zu den von Menschen geschaffenen, unnatürlichen Grenzen dienen. Eine solche unnatürliche Grenze stellt jene dar, welche die Vereinigten Staaten von Amerika und Mexiko trennt. Anzaldúa empfindet diese Grenze als befremdlich und beengend. Die Autorin spricht sogar von einer offenen Wunde („The U.S.-Mexican border es una herida abierta“[1]) Diese künstlich errichtete Grenze trennt nicht nur zwei Länder, sondern sie übt auch großen Einfluss, sowohl soziologisch als auch psychologisch, auf jene Menschen aus, die um sie herum leben müssen. Anzaldúa verwickelt den Leser tief in die Spannungen und Konflikte zwischen den Chicanos und den Weißen. Hierbei vermittelt sie bildhaft einen Eindruck von der Hilflosigkeit der Mestizen, die durch die U.S.-mexikanische Grenze in ihrem einstigen Vaterland nicht mehr akzeptiert bzw. geduldet werden.

Gemäß Anzaldúa dienen Grenzen dazu, das Gute vom Schlechten zu trennen, das Sichere vom Unsicheren, uns von denen. Den Mestizen ist es nicht gestattet, die Grenze zu überschreiten, egal ob legal oder illegal. Sie werden sodann vergewaltigt, verstümmelt, erdrosselt, vergast oder erschossen.[2] Nur Weiße und Reiche können die Grenze jederzeit überschreiten.

Das Sprechen über Grenzen, Hybridität und Performativität

Kulturtheorie und Identität in den Zwischenräumen der Differenz
Die verbrauchten Metaphern vom Schmelztiegels und vom Mosaik, die unfähig geworden sind um Identitäten in einem multikulturellen Kontext auszudrücken, werden in diesem Essay von Susan Stanford Friedman anhand von Identitäts-und Hybriditätsmodellen neu konzeptualisiert.
Twilight is that time of day between day and night limbo, I call it limbo,and sometimeswhen I take my ideas to my homeboys they say, well Twilight, that's something you can't do right now,that's an idea before its time. So sometimes I feel as though I'm stuck in limbothe way the sun is stuck betweennight and day in the twilighthours. Anna Deavere Smith,
Twilight: Los Angeles 1992
Wenngleich der Begriff Differenz wichtige politische Anstöße geliefertund dazu beigetragen hat, Identität zu theoretisieren, ist in denVereinigten Staaten eine bestimmte Fixierung auf ihn zu beobachten.In deren Folge bleiben Grenzbereiche der Differenz verborgen - das Grenzland der Begegnung, der Interaktion und des Austausches, derRaum der Beziehung und der Identitätserzählungen, die solche Relationen erzeugen. Das Bild vom "wundervollen Mosaik" als Metapher für die US-amerikanische multikulturelle Vielfalt verkörpert eine Problematik des Auslöschens. Ein Mosaik besteht aus farbigen Steinen, durch ein Zementnetzwerk für alle Zeiten voneinander geschieden, und zugleich, um den Effekt eines Ganzen zu erzielen, miteinander vereint. Die Mosaiksteine selbst berühren sich nie; jeder einzelne bleibt unverändert, einzigartig, befestigt, undurchlässig. Der unscheinbare Zement verschwindet im Hintergrund und ist für das Design nur insofern wichtig, als daß er die Steine anordnet. Als Kunstform kann das Mosaik in seinen schimmernden Farbrelationen erlesen sein, ein Effekt, der sich insbesondere beim Betrachten aus der Ferne einstellt. Doch als Metapher für Multikulturalismus unterstützt das Bild möglicherweise die Fokussierung auf die Differenz und hindert daran, die Aufmerksamkeit darauf zu richten, was in deren Grenzgebieten geschieht, wie sie sich in einem fortlaufenden Prozeß der Interaktion bildet und umgestaltet, wobei der Zwischenraum zum Ort beständiger Wanderung, Thema der Vor- und Rückwärtsbewegungen wird. Wenn ich auf diese Auswirkungen der rhetorischen Figur des Mosaiks hinweise, möchte ich nun keinesfalls zum Diskurs des "Schmelztiegels" zurückkehren, der vertrauten und gesellschaftlich und sozial wirkungsmächtigen Rhetorik der US-amerikanischen Assimilation. Diese führt zu einem Verlust von kultureller Differenz und zu einem (oftmals erzwungenen) Aufgehenim Mainstream angloamerikanischer Traditionen der Vereinigten Staaten. Statt dessen möchte ich das zwielichtige Übergangsstadium des "Dazwischenseins" - jenseits des Mosaiks und des Schmelztiegels - in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stellen, indem ich drei Identitätslogiken kreativ miteinander in Verbindung setze, die gegenwärtig in kulturwissenschaftlichen Studien über die Grenzen von Fachdisziplinen hinaus verbreitet sind. Diese möchte ich grob "das Sprechen über Grenzen", "das Sprechen über Hybridität" und "das Sprechen über Performativität" nennen. Die Verbreitung dieser drei Rhetoriken spiegelt die Beschleunigungsprozesse der Globalisierung sowie die Intensivierung von Migrationsidentitäten in dem - wie Arjun Appadurai es nennt - "globalen Ethnobild" der Postmoderne wider.

> 1. Das Sprechen über Grenzen

Mit der autobiographischen poetischen Prosa Borderlands/La Frontera: The New Mestiza (1987), in der Gloria Anzaldúa die materielle Realität der Existenz im Grenzgebiet reflektiert, - startete sie "das Sprechen über Grenzen", das als sozialer Diskurs in die Kulturwissenschaften einging und die Fragestellung aufwarf, inwiefern individuelle und kollektive Identitäten materiell, geographisch und psychologisch auf Widersprüchen basieren. "Ich bin eine Frau der Grenze", erklärt sie und verweist auf die besonderen Bedingungen, unter denen Chicanas an der Grenze zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko auf dem Boden jenes Landes aufwuchsen, das sich die USA 1948 von Mexiko genommen hatten. "Ich wuchs zwischen zwei Kulturen auf, der mexikanischen (mit einem starken indigenen Einfluß) und der angloamerikanischen (als Mitglied eines kolonialisierten Volkes auf unserem eigenen Territorium). Ich sitze rittlings auf dieser tejas-mexikanischen Grenze, und auf anderen, mein ganzes Leben lang." (Vorwort) Wenngleich Borderlands die utopische Vision einer interkulturellen Hybridität zum Ausdruck bringt, spricht Anzaldúa einleitend davon, wie schwierig das Leben im Grenzgebiet sein kann - etwas, das sie nie aus den Augen verliert: "Dieser Ort der Widersprüche ist kein angenehmes Gebiet, um darin zu leben. Haß, Wut und Ausbeutung sind die hervorstechenden Merkmale dieses Landstriches." (Vorwort) Der Ausgleich für den Schmerz besteht in der größeren Fähigkeit des mestiza-Bewußtseins, sich auf die vielfältigen Positionen, die sie besetzt, und die Gemeinschaften, zu denen sie gehört, einzustellen - als Angehörige einer "rassischen" [3] Minderheit in den USA, als Frau in zwei patriarchalen Kulturen (chicano und angloamerikanisch), als Lesbe in einer überwiegend homophoben Umgebung sowie als Person mit dem sozialen Hintergrund der Arbeiterklasse: "Nichtsdestotrotz gab es Formen des Ausgleichs für diese mestizaje und einige bestimmte Freuden. Auf der Grenze und in den Randbezirken zu leben und die eigene sich verwandelnde und vielfältige Identität und Integrität intakt zu halten, ähnelt dem Versuch, in einem neuen, ðfremdartigenÐ Element schwimmen zu gehen. Es versetzt in Hochstimmung, an der weiteren Evolution der Menschheit teilzuhaben . . ." (Vorwort)[4] Im "border talk" der Kulturtheorie, zu dem Anzaldúa einen so wichtigen Beitrag geleistet hat, arbeiten Grenzen symbolisch und materiell rund um die binären Gegensatzpaare von Rein und Unrein, Gleichheit und Differenz, Innen und Außen. Ob buchstäblich oder figurativ: Grenzen übernehmen auch die Rolle eines Ortes der vielfachen Widersprüchlichkeit. Wie Anzaldúa schreibt: "Grenzen werden errichtet, um zu definieren, welche Orte sicher und welche unsicher sind, um uns von ihnen zu trennen . . . Ein Grenzgebiet ist ein vager, unbestimmter Ort, der durch den emotionalen Nachlaß einer unnatürlichen Grenze hervorgebracht wird. Es befindet sich in einem permanenten Übergangsstadium. Das Verbotene und Unerlaubte sind seine Bewohner." (Anzaldúa, 1987, S. 3) Wenngleich Grenzen die Idee der Undurchlässigkeit nachhaltig repräsentieren, sind sie real auch durchlässig. Grenzen trennen, während sie gleichzeitig verbinden. Sie beharren auf Reinheit, Unterscheidung, Differenz, doch sie ermöglichen Kontamination, Vermischung, Kreolisierung. Grenzen verfestigen, demarkieren; aber sie selbst sind imaginär, flüssig, in einem ständigen Prozeß der Veränderung. Grenzen versprechen Sicherheit, das Gefühl, "zu Hause" zu sein; erzwingen jedoch gleichzeitig Ausschlüsse und untermauern den Zustand, fremd, aus einem anderen Land, obdachlos zu sein. Grenzen materialisieren das Gesetz, indem sie Trennungen kontrollieren; doch als solche werden sie ständig überschritten, verletzt und untergraben. Grenzen dienen dazu, Macht über andere auszuüben, befähigen aber auch zum Überleben gegenüber einer dominanten Kraft. Sie regulieren Migration, Bewegung, Reisen - den Fluß von Menschen, Gütern, Ideen und allen möglichen kulturellen Formationen. Auf diese Weise unterminieren sie regulatorische Praktiken, indem sie interkulturelle Begegnungen und die damit einhergehende Produktion synkretistischer Heterogenitäten und Hybriditäten befördern. Grenzgebiete sind Orte des Hasses und der mörderischen Handlungen, dem Aneinanderreiben der Kontinentalplatten und den daraus folgenden gewaltsamen Eruptionen ähnlich. Doch sie sind gleichfalls Orte utopischen Begehrens, der Versöhnung und des Friedens.

Grenzen jeder Art werden stets überschritten werden; die Erfahrung des Überschreitens ist allerdings von der Existenz von Grenzen abhängig. Grenzen sind die Kontaktzone, in der bewegliche, nicht festlegbare Differenzen aufeinandertreffen, in der Macht auf komplizierte Weise und in vielfacher Ausrichtung zirkuliert und in der Handlungsfähigkeit auf beiden Seiten der beweglichen und durchlässigen Trennungslinie existiert.[5]

2. Das Sprechen über Hybridität

Mit ihrem Ruf nach einem "neuen mestiza-Bewußtsein" verhalf Anzaldúa abermals einer Identitätsrhetorik, sich in den Kulturwissenschaften zu verbreiten. Diese liegt jenseits der Festschreibungen fundamentalistischer Identitätspolitiken oder des "ethnischen Absolutismus ", wie Paul Gilroy es nennt. "Das Sprechen über Hybridität" ist höchst aufgeladen, brisant und kontrovers - teilweise aufgrund seiner historischen Wurzeln in rassistischer Ideologie, teilweise jedoch wegen seiner impliziten Herausforderung an die Hegemonie des "Sprechens über Differenz", dem viele sich zutiefst verbunden fühlen. Obwohl die verwandten Begriffe der Kreolisierung, des Synkretismus, der mestizaje und métissage verschiedene Resonanzen, Geschichten und kulturelle Verortungen hervorrufen, verweisen sie - ähnlich der Hybridität - auf miteinander verknüpfte Phänomene der biologischen, linguistischen, kulturellen, spirituellen und politischen Vermischung, die durch Formen der Grenzüberschreitung hervorgebracht werden.

Überfliegt man die Debatte über Hybridität, erkennt man kaum feste Bezugspunkte oder einen Konsens in bezug auf Bedeutungen. Ich sehe drei Modelle, zwei kulturelle Funktionen und drei politische Formationen von Hybridität, die zur Zeit in den Kulturwissenschaften maßgeblich sind.




Das erste Modell geht von der Verschmelzung verstreuter Elemente aus, die vollständig neue biologische oder kulturelle Formen hervorbringen. Das zweite postuliert das fortwährende Zusammenspiel unterschiedlicher Formen, die jeweils erkennbar voneinander getrennt bleiben, wie sehr sich auch ihr synkretistischer Kontext verändert. Das dritte Modell stellt genau die Vorstellung von Differenz in Frage, auf der die ersten beiden Modelle basieren. Es beruht auf der Annahme, daß hybride Formen eine fortwährende Vermischung von bereits immer schon Vermischtem darstellen.

18.06.2016

Black Grotesque


Monday, 20 June 2016, 19:30. Lecture: Aliyyah I. Abdur-Rahman.
Black Grotesquerie


Adducing women of color feminism's theories of the flesh and Mikhail Bakhtin’s conception of the grotesque, this talk advances a theory of Black Grotesquerie as an aesthetic mode in the project of textualizing African American life in the catastrophic present. Rather than merely signifying excess, dread, or decay, Black Grotesquerie delineates an expressive practice of contortion, substitution, inversion, corruption. Reading together works by visual artist Wangechi Mutu and author Marci Blackman, this talk illustrates the ways in which Black Grotesquerie reconfigures the terms of contemporary black struggle by rendering the boundary between (black) living and dying porous and negotiable. Black Grotesquerie thus enables African Diaspora cultural producers to imagine new sociopolitical and racial arrangements—even as it registers the impossibility of fully representing black experience, whether in historical time or post-racial futurity.

ICI Lecture Series ERRANS

14.06.2016

topsy-turvy doll

“A controversial homemade doll that’s often found in the South is the “topsy-turvy doll,” The topsy-turvies existed because the slave masters actually didn’t want the slave children to have dolls that looked like themselves, which would give them a sense of empowerment. “When the slave master was gone, the kids would have the black side, but when the slave master was around, they would have the white side

16.04.2016

Foreign Bodies

Sanell Aggenbach, Spiniferlictus, 2015, Wood and gold-plated steel, 138 x 45 x 68 cm
Rowan Smith, Hiding White , 2015, Wax, oil paint, fabric and polystyren, 243 x 189 x 29 cm

WHATIFTHEWORLD is pleased to present Foreign Bodies – a group exhibition of new work by Sanell Aggenbach, Julia Rosa Clark, Pierre Fouché, Dan Halter, Mohau Modisakeng, Athi-Patra Ruga, Rowan Smith and Moffat Takadiwa.
In English at least, nations are bound up in the language of bodies. The metaphoric conflation runs through political discourse like connective tissue. We speak of a body politic; a head of state; a healthy democracy and the long arm of the law. A government has a seat and an empire, a heart. Corporealised these abstract political communities are both easier to imagine and closer to home. But that begs the question: whose home, exactly? And equally, crucially, whose body is mapped onto this geopolitical landscape? How we read the bio-logic of belonging informs not only how we experience our citizenship, but its conditions, its scope and its limits.
Collectively the works of Foreign Bodies take the temperature of national belonging. The title plays on two closely-linked interpretations of a “foreign body”, one perhaps more political and one more material (although as these works demonstrate, that distinction is never as clear as it may seem). The first calls to mind the figure of the migrant entering “local” space – a stranger in a strange land – and the second suggests an intruding parasite that triggers an immune reaction in a body made suddenly strange to itself. Each is foreign only inasmuch as they penetrate an already porous frontier, and that frontier is at best merely an idea of difference: the border is, after all, a site where otherness is not just held at bay but actively constructed. Without borders between skin and world, indigenous and foreign, how would we know where “we” end and the rest begins?
Without claiming authoritative or absolute answers, Foreign Bodies engages what is alien to us – biologically, psychologically, socially, personally and politically – and examines how we might better read bodies not our own. More than that, together these artists posit the possibility of reading our own bodies, both fleshy and national, differently.


18.11.2015

'De Nederlandse maatschappij dwingt je op zoek te gaan naar je eigen roots'

Jeannine Julen − 15/11/15, 19:43


© Maartje Geels. Dominique Snip draagt een jurk van Vlisco-stof, ontworpen door Lady Africa.
Wie om zich heen kijkt op straat zal het, zeker in de grotere steden, al zijn opgevallen: kledingstukken met Afrikaanse prints zijn populair. Puur een modetrend of willen de dragers vooral hun black identity uitdrukken? Jeannine Julen vroeg het aan Dominique Snip, Wilson Almeida Duarte, Tania Christina Monteiro en Ashaki Leito.
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    Iedereen is zo druk bezig te benadrukken dat je anders bent
Veertig stuks. Zoveel Afrikaanse kledingstukken heeft de 31-jarige Dominique Snip in de kast hangen. "Ik wil opvallen", zegt ze een aantal keer tijdens het interview. Maar de daadwerkelijke oorsprong van haar voorliefde voor Afrikaanse prints ligt dieper.

Het is 2000 als de zeventienjarige Dominique vanuit Paramaribo naar Zaandam verhuist en terechtkomt op een school met "voornamelijk witte kinderen". Geen leuke tijd, herinnert ze zich. "Ik werd gepest vanwege mijn huidskleur. Er werd naar me gestaard en gewezen. Iemand riep zelfs een keer dat ik dezelfde kleur heb als mijn haar. Zo zwart ben ik dus."

De Nederlandse maatschappij dwingt je op zoek te gaan naar je eigen roots, zegt Dominique met een ernstig gezicht. "Iedereen is zo druk bezig te benadrukken dat je anders bent." Haar eigen zoektocht begon daarom kort na die ervaringen op de middelbare school. Ze knipte haar met chemische middelen ontkroeste lokken af en dwong zichzelf te houden van haar eigen kleine krullen. Eerst door erover te bloggen, een paar jaar later schreef ze een boek en uiteindelijk opende ze een eigen kapperszaak met zelfgemaakte haarproducten speciaal voor kroeshaar.

Beurs in Parijs
Maar Dominique was nog steeds op zoek naar eigenheid. "Ik wilde niet zoals ieder ander zijn. Dat ik een sterke zwarte vrouw ben, wist ik. Maar ik zocht een manier om dat uit te dragen. Niet alleen met mijn haar, maar ook met mijn kleding."

Op een beurs in Parijs zag ze Afrikaanse vrouwen in traditionele kledij lopen. "Die vrouwen straalden zoveel trots uit, liepen altijd met opgeheven hoofd. Ze waren niet per se bezig met kroeshaar, net als ik. Die mooie jurken waren voor hun gewoon mode." Ze lacht. "Onder die mooie hoofddoeken droegen ze soms gewoon een pruik."

De fierheid die ze in Parijs zag, voelt Dominique nu ook als ze haar Afrikaanse jurken, rokken of jasjes draagt bij speciale gelegenheden. Of als ze haar vijf maanden oude zoontje Kehmet in Afrikaanse prints hult. De stof geeft haar kracht, zegt ze. Omdat die uitstraalt wie ze is, maar ook omdat ze het gevoel heeft dat haar Afrikaanse voorvaderen zo dichtbij haar zijn. "Het is voor mij een manier om ze te eren. Ik geloof dat mijn voorouders me leiden, dat zij me hebben verteld wat ik op de wereld moet doen. Als ik moet performen dan steunen ze me."

Zara en H&M
Het is de afgelopen jaren ineens snel gegaan met de opkomst van de Afrikaanse prints in het heersende modebeeld. Moest de liefhebber vroeger door afgelegen straatjes van de Amsterdamse Bijlmer dwalen om op zo'n typische, met Afrikaanse lappen stof behangen winkel te stuiten, tegenwoordig zijn kledingstukken met deze prints gewoon verkrijgbaar bij grote ketens als Zara, H&M en Monki. De toonaangevende modeglossy Vogue wijdde in 2012 onder de titel 'Afrocentric' een heel nummer aan Afrikaanse prints. En ook zangeressen Beyoncé, Fergie, Rihanna en Kelis hijsen zich regelmatig in speciaal voor hen ontworpen tribal- broekpakken en -jurken.
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    Mensen zoeken naast die massaproductie naar manieren en merken in de mode om hun eigen identiteit uit te dragen
Die toenemende populariteit heeft drie oorzaken, signaleert Anne Marie Commandeur, directeur van het Stijlinstituut Amsterdam: Afrikaanse ontwerpers raken steeds meer in trek, marktleider op de Afrikaanse stoffenmarkt Vlisco uit Helmond profileert zich sterker en de consument verlangt naar een ander soort kleding. Commandeur, die met haar team mode- en textieltrends signaleert, ziet dat al een paar jaar om zich heen gebeuren. De hoofdstad van Congo, Kinshasa, ontpopt zich met haar Fashionweeks en vooruitstrevende designers tot een tweede Parijs.

Het voorheen nogal op zichzelf gerichte Vlisco zocht in de afgelopen jaren de samenwerking op met grote merken als Eastpak, Adidas en zelfs het ontwerpersduo Viktor & Rolf. En dan die consument. Die wil niet zomaar een printje, zegt Commandeur. Dat printje moet een verhaal hebben of 'heritage', erfgoed, uitstralen.

Gemixte klandizie
Irene Hin, eigenares van de chique boetiek 'Lady Africa' aan de Haagse Denneweg, gaat een stap verder dan Commandeur: "Mensen zoeken naast die massaproductie naar manieren en merken in de mode om hun eigen identiteit uit te dragen."

Ze ziet het ook in haar winkel, met een heel gemixte klandizie, waar ze duurzaam ontworpen designerkleding verkoopt: handgemaakte clutches (handtasjes), armbanden en kledij, veelal van Afrikaanse makelij. "Ik bespeur een omarming van duurzaamheid, maar ook van de black identity. Genoeg is genoeg, denken sommigen na de doodgeschoten zwarte tiener in Ferguson of de misstanden in de kledingindustrie. Dat we naar een vreedzamer wereld moeten, drukken mensen vaker uit in mode."

Het is een manier van verhalen vertellen via kleding die Hin doet denken aan haar grootmoeder. Ze praat bevlogen over haar, de Ghanese Beatrice Efua Oyemam Armah die in de jaren zestig een marktkraam had in het kustplaatsje Winneba. Befaamd vanwege de Vliscostoffen met Afrikaanse prints die ze er verkocht. "Met die stoffen droegen vrouwen hun positie uit, vertelden ze een verhaal", legt ze uit. Bijvoorbeeld dat hun man vreemdging, en dat ze wisten met wie. Of dat ze in hun dorp met de nek werden aangekeken, en desondanks hun rug rechthielden. Dat er iemand was overleden of juist ging trouwen.
  • © Maartje Geels. Wilson Almeida Duarte draagt een shirt gemaakt op Kaapverdische bodem.
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    Vroeger noemden mijn vrienden me een nep-Cabo omdat ik nog nooit naar Kaapverdië ben geweest

11.04.2015

Otobong Nkanga: Shaping Memory



Otobong Nkanga
Shaping Memory, 2012-2014
Lambda print
Image : 120 x 90 cm (136 x 105 cm encadré)
Edition de 5 ex + 2 AP