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11.09.2014

Musterbuch mit Stoffmustern («waxprints») der Fa. Hohlenstein

http://www.hmb.ch/de/sammlung/textilkunst/201322-musterbuch-mit-stoffmustern-waxprints-der-fa-hohlenstein.html

Afrikanische Frauen mit langen, reich drapierten Kleidern aus farbenfrohen und stark gemusterten Stoffen bekleidet, wie man sie auch in Basel bei (allzu) seltenen Gelegenheiten sieht - das erscheint oberflächlich wie der Inbegriff authentischer, ungebrochener afrikanischer Kleidungstradition. Doch die meisten dieser prachtvollen Stoffe werden nicht in Afrika, sondern in Europa für den afrikanischen Markt hergestellt; der Anteil der in Afrika, vor allem Ghana, produzierten Stoffe ist vergleichsweise gering. Diese «waxprints» genannten Stoffe imitieren indonesische Batikstoffe, sind aber nicht wie diese in einem komplizierten und langwierigen Ausspar-verfahren gefärbt und bedruckt, sondern nur gedruckt. Neben den Hauptproduzentenländern Grossbritannien und Niederlande, die bis heute die begehrtesten unter diesen Stoffen herstellen, gab es in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auch Schweizer Produzenten, die für den afrikanischen Markt druckten.

Das Musterbuch enthält die Kollektion der Firma Hohlenstein in Glarus, die solche Stoffe im Auftrag der Basler Handelsgesellschaft produzierte. Diese war 1859 als Missions-Handlungs-Gesellschaft gegründet worden. Ursprünglich war die Handelsgesellschaft mit dem Zweck, die Missionsstationen im heutigen Ghana und Südindien mit europäischen Waren zu versorgen, gegründet worden. Bald weitete sich der Handel aus, und auch afrikanische Erzeugnisse wie Kakao, Baumwolle und Palmöl gelangten in grossen Mengen nach Europa. Bis 1917 hatte die Geschäftsleitung bei der Basler Mission gelegen; 1928 löste sich die nun «Basler Handelsgesellschaft» genannte Gesellschaft von der Basler Mission, führte aber nach wie vor einen Teil des Gewinns für die Missionsarbeit ab.

16.01.2011

Glarner Textilindustrie 2

Handel und Industrie. Aus der geringen Ausdehnung des kulturfähigen Bodens in der Thalsohle und der Lage an einem Flusslaufe erklärt es sich, dass die Glarner sich frühzeitig auch dem Erwerbe durch Handel zuwandten. Im 15. und 16. Jahrhundert beschränkte sich derselbe auf die Ausfuhr von Zuchtvieh nach Oberitalien und den Handel mit Schabzieger (Kräuterkäse), Käse, Butter und Holz nach den am Rhein gelegenen Ländern bis nach Holland. Vom Anfange des 17. Jahrhunderts kamen dazu aus Sernfthalschiefer gebrochene, geschliffene und in Holz gefasste Plattentische, welche so beliebt wurden, dass die Glarner sie von 1670 an in Mengen nach allen Ländern Europas verfrachteten, wobei sie ihre Sendungen meistens persönlich begleiteten.
Später nahmen sie auf diese Handelsreisen auch Schreibtafeln aus Schiefer, harthölzerne Bretter, hölzerne, im Lande selbst verfertigte Hohlmasse, Leder aus den eigenen Gerbereien, gedörrtes Obst, Alpenkräuter-Thee und den schon genannten Schabzieger mit. Die einheimische Textilindustrie beschränkte sich auf Weberei und Färberei grober Halbwollstoffe («Mätzen») und die Erstellung von Strumpfwaren, von welchen Produkten auch kleine Mengen zur Ausfuhr kamen. Trotz dieses Verkehrs blieb das Land ziemlich arm, da sein Nutzen nur einem Bruchteil der Bevölkerung zu gute kam.

Glarner Textilindustrie 1

Glarner im Nahen und Fernen Osten
Am 7. November referierte der Schaffhauser Hobbyhistoriker Stefan Sigerist im „Schwert“ in
Netstal über die Auswanderung von Glarnern nach dem Nahen und Fernen Osten. Dass im
Laufe des 19. Jahrhunderts immer wieder Glarnerinnen und Glarner ihr Glück in anderen
Ländern und gar Erdteilen suchten, ist allgemein bekannt. Neben den Hauptdestinationen
USA und Russland tauchen aber auch weniger geläufige, aber umso exotischere Zielorte auf. 

Um 1840 hatte die Glarner Textilindustrie ihren ersten Höhepunkt erreicht. Da sich die
Nachbarländer in jenen Jahren durch Zollbarrieren den schweizerischen Erzeugnissen
verschlossen, suchten die Firmen nach entlegeneren Absatzmärkten. Bereits in den 1830er-
Jahren etablierten sich Textilhändler am Bosporus und bald besassen mehrere Textilfirmen
Niederlassungen in Konstantinopel. Von hier aus erschlossen sie den türkischen wie den
persischen Markt. Neben den Jasmas, den so genannten Türkenkappen, wurden vor allem mit
der Nachahmung von bislang im osmanischen Reich selbst hergestellten Mustern von
Kleiderstoffen grosse Umsätze erzielt. Die erste Glarner Zeugdruckerei, die in Ancona eine
Filiale betrieb, aber Geschäftsverbindungen nach Asien und nach Amerika unterhielt, war die
Firma Blumer & Jenny in Schwanden. Schon 1835 sind Lieferungen nach Smyrna belegt.
Später folgten Kommanditeinlagen in Beirut, Kairo, Alexandrien, Aleppo, Damaskus, Bagdad
und in Djeddah am Roten Meer. Die heute im Glarner Wirtschaftsarchiv aufbewahrte
Geschäftskorrespondenz, die Rechnungs- aber auch die Musterbücher geben Auskunft über
den Geschäftsgang, die mannigfaltigen Schwierigkeiten, den Einfluss der Politik auf den
Handel und selbstverständlich die Produkte. 

Freulerpalast Näfels





Ausstellung im Freulerpalast Näfels

Kopftuch; Türkenkappe

Kopftücher mit Rosenmuster aus Glarus

"Das Hauptmotiv auf den Kopftüchern waren Rosen", erzählt Sybill Kindlimann, Historikerin und wissenschaftliche Leiterin des Glarner Wirtschaftsarchivs (GWA) in Schwanden. 

Die Ausstellung "Glarner Kopftücher für Südosteuropa 'in lebhaftem Rot und sattem Grün' " zeigt, wie gross die Bandbreite an Rosen-Variationen ist; neben aller Art Müsterchen mit Rosen sind auch Tücher mit Rosen und arabischen Kalligrafien in den Musterbüchern zu sehen.

Kopftuchfarbe - variiert nach Alter der Trägerin

Die Farbe, Qualität und die Art und Weise, wie das Kopftuch geknüpft wird, zeigt das Alter und den Status der Trägerin an und bezieht sich auf die Situation, in der das Kopftuch getragen wird. Die Grundfarbe des Kopftuches ist eine Aussage über das Alter der Frau.

Zwischen den weissen und gelben Kopftüchern, die von Frauen getragen wurden, die im Dorf als "jung" betrachtet werden, bis zum unischwarzen Modell, das ganz alte Frauen kennzeichnet, liegen diverse Stufen und Farben.


Glarner lebten vom Export
Die Ausstellung im Glarner Wirtschaftsarchiverzählt die Geschichte des "Glarner Wirtschaftswunders", wie der Historiker Walter Bodmer in einer Festgabe des Historischen Vereins des Kantons Glarus 1952 die wirtschaftliche Entwicklung im Kanton Glarus nannte.

"Diese Entwicklung ist nicht mit jener anderer Täler vergleichbar", sagt Kindlimann, "die Landwirtschaft warf nur kärglichen Gewinn ab, in Glarus brauchte man andere Einkommensquellen."

Anhand der Geschäftsunterlagen zweier führender Firmen wird aufgezeigt, wie weitreichend und intensiv die Geschäftsbeziehungen waren. Zwei Firmen aus demselben kleinen Tal konkurrenzierten sich im 19. Jahrhundert auf dem Weltmarkt.

Kleines Tal - grosse Konkurrenz
Auch die Farbmuster der zwei Firmen sind in der Ausstellung zu sehen, mit kaum erkennbaren farblichen Nuancen. "Was das Leuchten des Rots betrifft, haben die zwei Firmen ständig versucht, einander auszustechen", erzählt Kindlimann.

Sybill Kindlimann selbst stammt aus einer der Textil-Fabrikanten-Familie, der Familie Blumer. In deren ehemaligen Räumlichkeiten in Schwanden ist heute auch das Glarner Wirtschaftsarchiv mit der Ausstellung untergebracht. 

Erkennbar ist die Anlage an dem so genannten "Hänggi-Turm", einem Gebäude, in dem die frisch bedruckten Stoffbahnen zum Trocknen aufgehängt wurden.

Nach dem Solddienst kam der Kopftücher-Export
"Noch im 18. Jahrhundert lebten die Menschen im Glarnerland von der Söldnerschaft", sagt Kindlimann. "Doch dieses Geschäft ging zurück. Die Familie Blumer hatte seit 1740 ein Geschäft für den Verkauf von Agrarprodukten und Textilien aus Heimarbeit nach Italien." 

1788 habe ein Mitglied der Familie in Ancona an der italienischen Adriaküste eine Firma gegründet. "Da die Nachfrage ständig stieg, wurde 1828 die Textildruckerei Blumer gegründet. Damit begann der Aufstieg des Textilgeschäfts im Kanton Glarus", sagt sie.

Die erste Textildruckerei war laut dem historischen Lexikon der Schweiz bereits 1740 in Glarus auf der Insel von Johann Heinrich Streiff gegründet worden. Die Nachfrage nach bezahlbaren bedruckten Stoffen nahm ständig zu.

Märkte: Türkei, Libanon, Persien, Afghanistan
Gedruckt wurde von Hand mit Modeln, die anfänglich ganz aus Holz bestanden, später aus Holz mit Metallteilen, zunächst Palmenschals mit Fransen, krapprote und indigoblaue Artikel, Yassmas (so genannte Türkenkappen) und Tücher aus Kaschmir für den Absatz in der Türkei, im Libanon, in Persien und Afghanistan. 

Für den Absatz in den Balkan, um den sich die Ausstellung in Schwanden hauptsächlich dreht, wurden spezielle Muster entworfen, "Rosen in allen Variationen", wie Kindlimann sagt und wie die riesigen Zeigebücher belegen.

Ausfuhr ins bewegte Südosteuropa des 19. Jahrhunderts
Im 19. Jahrhundert herrschte für die Textildruckerei aus dem Glarnerland Hochblüte. Dieses Jahrhundert war in Südosteuropa eine bewegte Zeit, geprägt durch Befreiungskriege, Loslösung aus osmanischer oder österreichischer Herrschaft, den Aufbau nationaler Unabhängigkeiten, wie in der Ausstellung dokumentiert wird.

In dieses Spannungsfeld exportierten die Glarner Textildruckereien ihre Ware. Insgesamt gab es damals im Glarnerland 23 Textildruckreien, die rund 6100 Arbeitsplätze generierten. Dazu kamen zehn Spinnereien und drei Weberein mit zusammen 100 Beschäftigten. Die Gesamtbevölkerung des Bergtals umfasste damals 22'000 Menschen.

Erhalten und ausgestellt sind Originale der Kopftücher, Holzmodel, Druckwalzen, handschriftliche Kopierbücher, und rund 40'000 Briefe und Geschäftskorrespondenz.

Eveline Kobler, swissinfo.ch, Schwanden

"Über Kopftücher wird heute vor allem in Zusammenhang mit islamischen Einwandererinnen diskutiert", sagt Sybill Kindlimann.

Doch auch im christlichen Europa hatten Kopftücher eine Tradition, hält die Historikerin fest. "Noch vor 40 Jahren gingen die Frauen vielerorts ausschliesslich im Kopftuch zur Kirche."

Es ist ihr gelungen, ein Beispiel aus Ungarn zu finden, das die Funktion der Kopftücher aufschlüsselt.

Die lokalen Vorschriften über das Tragen des Kopftuchs sind von der ungarischen Ethnologin Hajnalka Fülöp für eine Ausstellung in Budapest erfasst worden.

Diese setzte sich mit der Tradition der Kopftücher auseinander (siehe Text).

Heute gibt es im Glarnerland noch eine einzige Textilfirma, die aber nur noch Seidentücher für das Hochpreissegment bedrucke.

Der Boom der Tücher aus dem Glarnerland hat sich in mehreren Etappen gelegt.

Die Firma Blumer war eine der letzten, die schliessen musste, 1980 wurde die Fabrikation stillgelegt.

09.01.2011

Schweizer Textilgeschichte

Textilien in der Schweiz: Ursprung und Entwicklung

Die Textilindustrie spielte in der Geschichte der Schweiz eine entscheidende Rolle. Bis ins i9. Jahrhundert trug keine andere Produktion mehr zu ihrem Reichtum bei. Sie etabliert sich in organisierten Strukturen, lange bevor man sich bemüht, zwischen Volkskunst und gebildeter Kunst zu unterscheiden. Es handelt sich übrigens dabei gar nicht um Kunst, sondern um die Herstellung von einfachen Stoffen, von Woll-, Hanf- und Leinentuch.

08.01.2011

Textilindustrie: Glarus







Textilindustrie, «glarnerisches Wirtschaftswunder»
Um 1740 hält mit dem Bau der ersten Zeugdruckerei in Glarus die Fabrikindustrie Einzug ins Tal. Der Stoffdruck führt dazu, dass die Handweberei von Baumwolltüchern aufgenommen und der Handel immer wichtiger wird. Glarner Handelshäuser errichten Niederlassungen in verschiedensten Städten Europas und beziehen alle Arten von Gütern in ihren Tätigkeitsbereich mit ein. Der Glarner Grosshandel muss den Vergleich mit demjenigen von Genf, Basel, Winterthur oder St.Gallen keineswegs scheuen.
Der Blüte folgt erneut der Niedergang. Die Handspinner erleiden wegen der billigen englischen Maschinengarne nach 1780 massive Lohneinbussen. Sie müssen ihre Tätigkeit, nach dem auch hierzulande die Maschinenspinnerei eingeführt wird, als unrentabel aufgeben. Schlimm wirken sich zudem die Revolutionswirren aus. Sie bringen Untergang der alten Ordnung, Krieg, Besetzung, unsägliche Armut, Hunger, Elend, Seuchen: zwingen zur Auswanderung. Nach den Friedensschlüssen und Jahren der Missernten geht es ab Ende der 1810er-Jahre rasch wieder besser, zumal genügend Wasser als Antriebskraft oder zum Auswaschen gefärbter und bedruckter Tücher vorhanden ist.


Doch als um 1840 auch der mechanische Webstuhl seinen Siegeszug antritt, entzieht das Fabriksystem mit der modernen Technik den Heimwebern die Existenz. Es kommt zu einer Auswanderungswelle, die viele Glarner und Glarnerinnen nach den beiden Amerikas treibt. Allein 1845 wandern Hunderte aus. In den Jahren 1845 bis 1854 verlässt jede zwölfte Person das Glarnerland, in einzelnen Gemeinden gar jede vierte. 193 von ihnen brechen unter Aufsicht eines «Auswanderungsvereins» zum Staate Wisconsin in Nordamerika auf, wo 108 eintreffen. Sie bebauen das vorher erworbene Land und nennen ihre Siedlung «New Glarus», zu der noch heute enge Beziehungen bestehen.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begünstigt das englische Freihandelssystem die wirtschaftlichen Tätigkeiten, die das «glarnerische Wirtschaftswunder» bewirken. Die Produkte der Textilindustrie und vor allem des Zeugdrucks erlangen dank ausgezeichneter Qualität und intensiver, Kundenbedürfnisse wahrnehmender Marktforschung Weltgeltung und erreichen mittels eigener Schiffe und weit verzweigten Netzes glarnerischer Handelsniederlassungen jeden Winkel der Erde; es wird das Wort geprägt, man treffe auf jedem Handelsplatz der Erde nebst einem Juden einen Glarner.


Während der Blütezeit um 1865 arbeiten in den 22 Druckereien etwa 6000 Menschen, die jährlich grosse Mengen Tücher hauptsächlich mittels Handmodel bedrucken. In den zahlreichen Spinnereien und Webereien sind zudem annähernd 4000 Arbeitende tätig. Die Textilindustrie beschäftigt fast einen Drittel der stark gewachsenen Gesamtbevölkerung, die 1870 mit 35 200 eine Höhe erklimmt, die in den folgenden sechs Jahrzehnten nicht mehr erreicht werden soll. Denn die gewaltige industrielle Entwicklung, die das Glarnerland die Spitze der Industrialisierung einnehmen lässt, erweist sich als zu Handdruckmodel, Holz- und Messingstecherei einseitig.
Bald setzt der Niedergang des Zeugdrucks ein; der Deutsch-Französische Krieg löst eine Handelskrise aus, und der Maschinendruck kommt auf. Erneut vermögen nicht alle Talbewohner in der Heimat ihr Einkommen zu finden und müssen auswandern; die Bevölkerungszahl sinkt um über acht Prozent. Heute gibt es nur noch wenige Textilindustriebetriebe. Dem einst so blühenden Kattundruck hat die Weltwirtschaftskrise der 30er-Jahre des 20. Jahrhunderts beinahe den endgültigen Todesstoss versetzt.

12.10.2010

TEXTILDRUCK - INDIENNES

Textildruck Glarus

Besonders in Frankreich erfuhren die traditionellen Produzenten und Lieferanten von Stoffen und Kleidern allmählich erhebliche Geschäftseinbussen durch das neue Massenprodukt. Auf ihr Drängen hin wurden Produktion und Einfuhr von Indiennes in Frankreich von 1686 bis 1759 verboten; in Grossbritannien geschah dasselbe von 1700 bis 1774. Dies führte einerseits zu einem immensen Schmuggelhandel mit den begehrten Indiennes und bewirkte andererseits den Aufbau einer Indiennes-Wirtschaft in den Nachbarstaaten. Französische Protestanten, die Hugenotten, waren von Anfang an stark in die Indiennes-Produktion verwickelt gewesen. Sie emigrierten nach Holland, Deutschland oder in die Schweiz, wo sie erheblich zum Aufschwung der Baumwollindustrie beitrugen. In der Schweiz breitete sich die Indiennes-Herstellung über Genf, Neuenburg und Basel nach Solothurn aus, bevor sie Bern, den Aargau, Zürich und Glarus erreichte.