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02.09.2011

musterverteilung


1.destroyed_juli_21_2 = 6 m - (überrock)
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2.destroyed_juli_43_2_rapport_kl = 4m - (unterrock)
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 3.destroyed_juli_55_rapport_2_kl = 2m -(tuch)
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4.4c2_40BMrapport = 6 m - (jacki)

08.06.2011

stoffmuster

4c2_41



4c2_43



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08.05.2011

Sokari Douglas Camp: Nigerian Woman Shopping


Sokari Douglas Camp, CBE (British, b.1958): Nigerian Woman Shopping, 1990

This faceless woman's presence is defined by the spangled print of the cloth wrapped around her. She would be invisible were it not for its bold stars and crescents. Douglas Camp notes that the design deliberately evokes a popular Dutch wax print whose star-and-crescent-moon pattern, produced in bold yellow and blue, was recognized to be derived from Arab sources. The Dutch textile company Vlisco has produced a series of prints for its West African clientele that are variations on this motif. The figure is anchored by a large bag of the kind colloquially referred to as a "Ghana must go" bag for its identification with the expulsion of displaced Ghanaian residents from Nigeria in the 1970s. Manufactured of woven plastic, such bags are often used for transporting cloth.

15.02.2011

Morphogenese

Während Muster in der Kunst meistens noch per Hand gezogen und gezeichnet, geschnitten und gesägt oder gefaltet werden, werden sie im Design und in der Architektur längst digital erzeugt. Was heißt das genau? Was auf einem Computerbildschirm zu sehen ist, sind die visuellen Darstellungen von endlos wiederholten Rechenoperationen - Grafiken also, hinter denen sich Daten und Algorithmen verbergen, die paradoxerweise aber dennoch als naturalistische Abbilder wahrgenommen werden sollen. Das bedeutet auch, sie sind nie die notwendige Folge bestimmter Daten, sondern immer nur eine von vielen möglichen Formen ihres Erscheinens9 Es überrascht nicht, dass solche Visualisierungen von Rechenoperationen als erstes Muster aus Rasterpunkten (Pixeln) und Linien ergeben. Das haben sich schon die Pioniere der Computerkunst zunutze gemacht, Herbert W. Franke etwa, der unter anderem Musik und Bewegungsabläufe in Bildschirmgrafiken übertrug und Verfahren wie die Rotation darstellte. Auch die aktuellen CAD-Entwurfsprogramme stützen sich zunächst auf geometrische Muster: Wer digitale 3-D-Objekte erstellt, dem stehen dafür Drahtgittermodelle zur Verfügung, die aus Linien und Kurven aufgebaut werden und facettierte Oberflächen aus drei- oder viereckigen Polygonen haben, auf die später Texturen, also gestaltete Flächen, projiziert werden können. Man kann die Modelle verschieben, verzerren, drehen und spiegeln. In ähnlicher Weise führt das sogenannte parametrische Modellieren, beispielsweise mit Zahlenwerten, geometrischen Figuren und Formeln, zu geometrischen Mustern. Doch lassen sich digitale Entwürfe erst seit der Verknüpfung mit computergesteuerten Produktionsmaschinen (durch Computer Aided Manufacturing, kurz: CAM) ohne analoge Unterbrechung direkt vom Virtuellen ins Reale holen. Eine Entwicklung, die nicht nur den Entwurfsprozess allgemein, sondern auch die Funktion des Musters grundlegend verändert.

Immer mehr Designer und Architekten finden die Formen ihrer Entwürfe ausschließlich im Virtuellen. Sie lösen einen Strukturen generierenden Prozess aus, ohne dass ein mögliches Ergebnis feststünde, und kontrollieren diesen Prozess, bis eine Lösung gefunden ist. In Anlehnung an die Biologie spricht man inzwischen von "Morphogenese".l0 Die eingesetzten Parameter sorgen dafür, dass selbst Tragkonstruktionen frei formbar sind. So entstehen raffinierte dynamische Formen, die ohne die neuen Werkzeuge nicht möglich wären. Muster spielen dabei eine entscheidende, eine tragende Rolle: Sie werden nicht mehr nachträglich appliziert, sondern in die Gebäudekonstruktion integriert oder sind selbst das Konstruktions- und Ordnungsprinzip, aus dem sich das Gebäude entfaltet. Gut
zu erkennen ist das am Pekinger Olympiastadion von Herzog & de Meuron, dessen allumfassendes Geflecht Struktur, Oberfläche und Raum zugleich ist. Selten ist jemand Gottfried Sem pers Vorstellung, der Ursprung der Architektur liege im Weben und Flechten, so nahegekommen. Für die genaue Konstruktion programmierte ein Forschungsteam der ETH Zürich eine Struktur mit 600 Variablen und einen evolutionären Algorithmus, die verhindern sollten, dass größere Lücken entstehen. Das Ergebnis: eine Zeichnung aus hundert Linien, die nicht von Hand erstellt werden konnte.ll Ein völlig anderes Muster verwendete Chris Bosse für das benachbarte olympische Schwimmstadion Er leitete aus dem Aggregatzustand Schaum eine unregelmäßige geometrische Struktur ab, die er mit Luftkissen umsetzte - eine lichtdurchlässige, äußerst kommunikative Hülle.

14.02.2011

Annette Tietenberg Das Muster, das verbindet

Keine Frage: Muster sind zurzeit Thema, in Design, Kunst und Architektur. Das Geschirr ist gestreift, die Gummistiefel sind ~epunktet, die Sofas geblümt. In der Mode scheinen gezielte IRückgriffe auf die Stoffe der siebziger Jahre unverzichtbar, und Unternehmen, die gemusterte Tapeten den Wünschen ihrer Kunden entsprechend anfertigen und Unikate statt Rauhfaser anbieten, erfreuen sich steigender Nachfrage. Künstlerinnen und Künstler entdecken das Prinzip des Allover wieder, während renommierte New Yorker Galerien sich, nach Jahrzehnten der Abstinenz, ohne weiteres trauen, das Frühwerk eines Pioniers der Op Art wie Victor Vasarely auszustellen. Im Bereich der Architektur schließlich begegnen uns Ornamente und Muster inzwischen allerorten: an Außenfassaden, in Innenräumen, ja sogar als konstruktives Prinzip.

Ein Revival der Muster wäre trotzdem keiner Erwähnung - und erst recht keines opulenten Musterbuchs von Abis Z - wert, handelte es sich dabei lediglich um einen der vielen schnelllebigen Trends, der bald seinen Höhepunkt überschritten haben und dann abflachen wird. Doch wer an Mustern nur den flüchtigen optischen Reiz schätzt und sich von Dekorsystemen nicht mehr als die farbenfrohe Auffrischung des eigenen Lebensumfeldes verspricht, der greift zu kurz. Wie die Geschichte lehrt, geht, zumindest aus eurozentrischer Sicht, seit mehr als hundert Jahren mit der Frage nach dem Dekor immer auch die Frage nach der Moral einher.1

Selbst wer die polemische Schrift "Ornament und Verbrechen" nie gelesen hat, die Adolf Loos 1909 in progressiver Kleinschreibung publizierte,2 kann sich darauf verlassen, dass die eigenen Vorstellungen vom "guten" und "schlechten" Geschmack durchaus noch von jenen Unterscheidungen beeinflusst sind, die Loos zu Beginn des 20. Jahrhunderts vorgenommen hat. Tief hat sich Adolf Loos' Verurteilung des Dekors in das kulturelle Gedächtnis eingeprägt, wonach die "Evol!:ltion der Kultur gleichbedeutend sei mit dem Entfernen des Ornamentes aus dem Gebrauchsgegenstande", wie es der von der Prunksucht des Wiener Jugendstils 'übersättigte Architekt ausdrückte. Als engagierter Vertreter seines Berufsstandes übt Loos besonders an der aus seiner Sicht überflüssigen Verkleidung der Fassaden, am Vorblenden neoklassizistischer und neobarocker Elemente Kritik. Die staatlich subventionierte "Ornamentseuche" bewertet er als bedrohlichen Rückschritt für die gesamte Menschheit. Und das Bedürfnis, Wände, Haut und nützliche Dinge zu verzieren, siedelt er auf der untersten Stufe der kulturellen Entwicklung an: Allenfalls den Höhlenmenschen, die magische Zeichen in Stein ritzten, dem spielenden Kind und den außereuropäischen Naturvölkern wie den Papua billigt Loos zu, ihre Umgebung und ihren Körper zu schmücken. Gebe aber der Bürger "dem Drang zum Ornamentieren" nach, so bekenne er sich öffentlich dazu, dass er nicht inder Lage sei, sich zu beherrschen.3 Er könne seine Triebe nicht kontrollieren und stelle sich dadurch auf eine Stufe mit einem Verbrecher, der nicht dazu bereit sei, seine individuellen Bedürfnisse den Regeln der Gesellschaft unterzuordnen. Dessen asoziale Einstellung lasse sich nicht zuletzt daran erkennen, dass er seinen Körper mit Tätowierungen überziehe.4 Ein Ornament, das menschliche Körper, Baukörper sowie Gebrauchsgegenstände schmücke, sei daher, so Loos, ein verlässliches Indiz für kriminelle Energie, kindisches Gehabe, sexuelle Zügellosigkeit und ausschweifenden Hedonismus - mit anderen Worten: ein sicheres Anzeichen für die Degeneration der Gesellschaft.

30.01.2011

movietest

achtung, es geht nicht um den text und auch nicht um die bilder. wichtig ist die auflösung des bildes. die bewegung ist gedacht als wäre diese durch die stimme beeinflusst.

siehe: Milch





















29.01.2011

Decryptopattern (2009)








The idea is to be able to grasp the truth behind the vast vortical information around us, through a graphical representation. Receiving news is part of our daily life. We can obtain updates even second by second through radio, TV, newspapers or news portal sites on the internet to know what is happening in the world. However this information is offered to us in one or more languages over text, audio, video, image and other media filtered by somebody. Daisuke Ishida believes that the facts about world incidents are not possible to be received without some form of filtering through newstellers, their thoughts, their experiences, their constraints and the incidents contexts. Therefore the duo presents us a possibility to understand media and to discover the abstract raw truth through aggregate information, Chladni patterns and Noriko Yamaguchi's twisting papers as a direct physical phenomena.

15.01.2011

Fries-Symmetrien (Typen)

Die Klassifikation äußerlich sehr unterschiedlich gestalteter Friesornamente in nur 7 verschiedene Typen ergibt sich daraus, dass es in der Gruppe aller Deckabbildungen eines Parallelstreifens nur 7 Teilsysteme gibt, die unter sich schon eine Gruppe bilden. Wir listen diese sieben Typen auf und geben jeweils einen (ästhetisch uninteressanten) Fries in Gestalt einer Reihe von Symbolen mit dieser Symmetrieeigenschaft und ein oder zwei Beispiele aus verschiedenen Kulturkreisen bzw. Epochen an:

1. nur Translationen ...P P P P P...
Babylon

2. Translationen und Drehungen um 180° ...S S S... Man beachte, dass sich Drehpunkte sowohl in der Mitte jedes Buchstaben als auch in der Mitte zwischen je zwei Buchstaben befinden. Man übertrage dies sinngemäß auf die folgenden Beispiele.
Olympia

3. Translationen und Spiegelungen an waagrechter Mittalachse, folglich auch Gleitspiegelungen ...C C C...
Kloster Maulbronn, 14. Jh.

4. Translationen und Spiegelungen an senkrechten Achsen ...A A A... Man beachte, dass sich Spiegelachsen sowohl in der Mitte jedes Buchstaben als auch zwischen je zwei Buchstaben befinden. Man übertrage dies auf die folgenden Beispiele.


Chorsabad, antikes Assyrien

5. Translationen, Spiegelungen an waagrechten und senkrechten Achsen, folglich auch Gleitspiegelungen ...X X X...
 Peruanisches Textilmuster
6. Gleitpiegelungen (folglich auch Translationen) und Spiegelungen an senkrechten Achsen

Fußboden der Sanct Marien-Kirche in Rom


7. Nur Gleitspiegelungen und die sich daraus ergebenden Translationen
Sanct Cunibert, Köln, romanisch

Bei der Durchsicht umfangreichen historischen Materials fällt auf, dass die beiden letztgenannten Typen, in denen Translationen erst durch die Hintereinanderausführung von Gleitspiegelungen auftreten, letztere also als "Erzeugende" gebraucht werden, sehr viel seltener auftreten als die Typen 1. bis 5. Offenbar sind Gleitspiegelungen nicht so leicht zu entdecken und anschaulich zu verarbeiten wie die anderen Abbildungen.