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18.06.2016

Black Grotesque


Monday, 20 June 2016, 19:30. Lecture: Aliyyah I. Abdur-Rahman.
Black Grotesquerie


Adducing women of color feminism's theories of the flesh and Mikhail Bakhtin’s conception of the grotesque, this talk advances a theory of Black Grotesquerie as an aesthetic mode in the project of textualizing African American life in the catastrophic present. Rather than merely signifying excess, dread, or decay, Black Grotesquerie delineates an expressive practice of contortion, substitution, inversion, corruption. Reading together works by visual artist Wangechi Mutu and author Marci Blackman, this talk illustrates the ways in which Black Grotesquerie reconfigures the terms of contemporary black struggle by rendering the boundary between (black) living and dying porous and negotiable. Black Grotesquerie thus enables African Diaspora cultural producers to imagine new sociopolitical and racial arrangements—even as it registers the impossibility of fully representing black experience, whether in historical time or post-racial futurity.

ICI Lecture Series ERRANS

02.04.2016

Daphne bei Ovid

Apollo und Daphne (Giovanni Battista Tiepolo, 1743/44, Louvre von Paris)
Als Apollon den Liebesgott Eros als schlechten Schützen verspottete, rächte sich dieser, indem er einen Liebespfeil mit einer goldenen Spitze auf ihn und einen mit bleierner Spitze auf Daphne abschoss. Apollon verliebte sich unsterblich in Daphne, während diese, von einem genau das Gegenteil bewirkenden Pfeil Eros’ getroffen, für jene Liebschaft unempfänglich wurde. Als Apollon Daphne bedrängte, floh sie. Erschöpft von der Verfolgung durch Apollon flehte sie zu ihrem Vater Peneios, dass er ihre – den Apollon reizende – Gestalt wandeln möge. Daraufhin erstarrten ihre Glieder und sie verwandelte sich in einen Lorbeerbaum.

Der Lorbeer war Apollon seither heilig. Zum Gedenken an Daphne trug er einen Lorbeerkranz bzw. eine mit Lorbeer geschmückte Leier.

Ovid: Metamorphosen, Buch 1, Vers 545–556
„Hilf, Vater“, sagt sie, „wenn ihr Flüsse göttliche Macht habt!
Durch Verwandlung verdirb die Gestalt, mit der ich zu sehr gefiel!“
Kaum war die Bitte beendet, befällt schwere Taubheit die Glieder:
Die weichen Brüste werden von zarter Rinde umschlossen,
die Haare werden zu Laub, die Arme wachsen als Äste;
schon wird der flinke Fuß von trägen Wurzeln gehalten,
ein Wipfel verbirgt das Gesicht: Der Glanz allein bleibt ihr.
Phoebus liebt sie gleichwohl. An den Stamm hält er die Rechte
und fühlt noch unter der neuen Rinde die zitternde Brust.
Die Zweige, wie Glieder, mit seinen Armen umschlingend
küsst er das Holz, doch das Holz weicht vor den Küssen zurück.