12.10.2010

DE KÓTÓMISI, A. J. MORPURGO

Eenig ter wereld in haar soort is de kotomisi in haar bizarre
kleedij, (misschien) potsierlijk voor wie niet ingewijd is in de ge-
heimen van haar toilet. Wie echter den zin kent van haar tooisels,
overvloedig tot het overdadige toe, zal daarin niet alleen een
graadmeter vinden voor haar welstand — of hetgeen zij daarvoor
wil doen doorgaan — doch veelal ook haar gemoedstoestand kun-
nen onderkennen, benevens een stuk geschiedenis, hetzij van den
dag, hetzij eenigszins verouderde, bewaard gebleven in haar cos-
tuum.
Daarbij komt dan nog haar smaak en graad van ontwikkeling,
zich uitend in de patronen, die zij zich koos.
De kotomisi is — binnen niet al te langen tijd: was, want het
zuivere ras sterft uit — niet louter een piramidaal gevaarte van
stijf gestreken kleurig katoen, naar willekeur opgebouwd.
Vóór alles behoort er harmonie te zijn in hare kleedij, die sa-
mengevat wordt onder den naam „stel", hetgeen samenstemming
veronderstelt.
Tot het stel behooren de wijduitstaande kó (rok), het pikante
korte jákki (jak), de kokette anjísa (hoofddoek), de zwierige tapoe
skien pánji (groote schouderdoek), en de geraffineerd nuffige 
tapoe kótó anjísa een kleurig doekje, dat achter op den rug vanon-
der de kotobéré een punt uitgluurt.


DIE MISSISSIPPI-BLASE





BASLER KOLONIE IN SURINAM

Basler Auswanderer in die Neue Welt

Auf Anregung des Gouverneurs von Surinam beschliessen die holländischen Behörden 1747 die intensive Besiedlung des Landes mit Schweizern und Deutschen. Zu diesem Zweck wendet sich Amsterdam an die Basler Regierung. Den Siedlern werden in Aussicht gestellt: Bezahlte Überfahrt nach Amerika, soviel Land wie sie bebauen können, Lebensmittel, Werkzeuge, Zuchttiere und 10 schwarze Sklaven pro Familie. Die Basler Regierung hat nichts dagegen einzuwenden, kein Wort fällt auch über die versprochenen Sklaven. So brechen 1748 zehn Basler Familien, insgesamt fast 100 Personen, nach Surinam auf.

SCHWEIZER SKLAVENHALTER

NEUCHATEL

Pierre-Alexandre du Peyrou(Sklavenhalter, 1729–1794), der sich im 18. Jahrhundert zusammen mit seiner Mutter in Neuenburg niedergelassen hatte, war zu seiner Zeit, gemessen an der Kaufkraft, Milliardär. Sein ganzes Vermögen stammte von Sklavenplantagen auf Surinam, die bereits sein Vater gegründet hatte und die ihm jährlich bis zu 120 000 Pfund einbrachten (ein besser gestellter Neuenburger Lehrer verdiente damals rund 30 Pfund im Jahr). Du Peyrou war sowohl mit Jean-Jacques Rousseau als auch mit Voltaire befreundet. Er unterstützte die Humanisten wie auch die Französische Revolution, dennoch blieben für den in Neuenburg als Wohltäter gefeierten du Peyrou die Sklaven ein Leben lang nichts anderes als eine Ware.
Der Neuenburger Pierre Alexandre DuPeyrou (1729-1794) erbt von seinem Vater, der in Surinam Gerichtsrat war, einige Plantagen mitsamt Sklaven in Surinam. In den Händen der Familie DuPeyrou befinden sich noch weitere Plantagen dort. DuPeyrou wird dank seinen Plantagen zu einem für seine Zeit enorm reichen Mann. Aus einer einzige Plantage bezieht er jährlich zwischen 24'000 und 40'000 Livres, was dem Tausendfachen eines damaligen Lehrergehalts in Neuchâtel entspricht. Der Bau seines eigenen Privatpalastes, das Hôtel DuPeyrou an der Avenue DuPeyrou in Neuchâtel, kostet mehr als eine Million Livres.

Ein weltumspannendes Textilimperium hat sich der Neuenburger Jacques-Louis Pourtalès (1722-1814) aufgebaut. Unter seiner Kontrolle stehen Fabriken in Neuchâtel und Frankreich, welche bedruckte Baumwollstoffe, sogenannte Indiennes, produzieren, die in Afrika gegen Sklaven eingetauscht werden. Die grösste Fabrik des Kantons Neuchâtel ist Pourtalès Fabrique-Neuve de Cortaillod, sie beschäftigt mehr als 700 Arbeiter und produziert bis zu 45'000 Indiennes jährlich. Er besitzt auch eine Niederlassung in Indien, wo er direkt Rohstoffe für die Tücherproduktion bezieht. Diese bedruckten Stoffe liefert er an europäische Sklavenschiffe.



SCHWEIZER TEXTILPRODUKTION UND SKLAVENHANDEL

Der Hafen von St. Eustatius - Quelle: Wikimedia
Die Schweiz - damals noch die Helvetische Konföderation - war zwar weder eine Seefahrernationnoch eine Kolonialmacht, doch sie war vollständig in das weit reichende europäische Netz an Finanz- und Handelsbeziehungen integriert. Namhafte schweizerische Firmen aus verschiedenen Kantonen haben sich direkt und indirekt am Geschäft mit dem Sklavenhandel beteiligt und haben massiv davon profitiert.

TEXTILDRUCK - INDIENNES

Textildruck Glarus

Besonders in Frankreich erfuhren die traditionellen Produzenten und Lieferanten von Stoffen und Kleidern allmählich erhebliche Geschäftseinbussen durch das neue Massenprodukt. Auf ihr Drängen hin wurden Produktion und Einfuhr von Indiennes in Frankreich von 1686 bis 1759 verboten; in Grossbritannien geschah dasselbe von 1700 bis 1774. Dies führte einerseits zu einem immensen Schmuggelhandel mit den begehrten Indiennes und bewirkte andererseits den Aufbau einer Indiennes-Wirtschaft in den Nachbarstaaten. Französische Protestanten, die Hugenotten, waren von Anfang an stark in die Indiennes-Produktion verwickelt gewesen. Sie emigrierten nach Holland, Deutschland oder in die Schweiz, wo sie erheblich zum Aufschwung der Baumwollindustrie beitrugen. In der Schweiz breitete sich die Indiennes-Herstellung über Genf, Neuenburg und Basel nach Solothurn aus, bevor sie Bern, den Aargau, Zürich und Glarus erreichte.

AUFARBEITUNG: SCHWEIZ

Sklavenhandel Intensive Forschung

SCHWEIZER SKLAVENHÄNDLER, FINANCIERS

Christophe Bourcard (Sklavenhändler, 1766–1815)
Christophe Bourcard, als einer von vier Söhnen des Basler Kaufmanns Christoph Buckhardt-Merian 1766 geboren, stattete vom französischen Hafen Nantes aus Sklavenschiffe aus, die er zum Teil auch selber finanzierte. Insgesamt wurden auf Schiffen des Baslers allein von 1783 bis 1792 rund 7400 Sklaven von Afrika in die Karibik verschickt, rund 1100 von ihnen kamen bei den Atlantiküberquerungen ums Leben. Bourcard handelte auch noch mit Sklaven, als der Wiener Kongress den Sklavenhandel bereits verboten hatte. Der Basler hatte finanziell keine glückliche Hand und blieb ein Leben lang vom Stammhaus in seiner Heimatstadt abhängig. Bourcard nahm sich 1815 das Leben, nachdem sich sein letztes noch auf Reise befindliches Sklavenschiff als Pleite herauszustellen drohte.

David de Pury (Financier, 1709–1786)
David de Pury gilt bis heute als einer der grossen Wohltäter der Stadt Neuenburg, allein die Erwähnung, dass er in den Sklavenhandel involviert war, löst in der aus Schweizer Sicht als Hochburg des Sklavenhandels geltenden Stadt eine Flut von Leserbriefen aus. Dennoch war de Pury, der viele Jahre lang als Händler und Bankier von Lissabon aus agierte, enger in den Sklavenhandel eingebunden, als die Neuenburger wahrhaben wollen. Der Bankier von portugiesischen Hofes und Baron von Preussens Gnaden pflegte vor allem Beziehungen zu Sklavenhaltern in Brasilien. Gute Kontakte hatte er auch ins amerikanische South Carolina, wo sein Vater die Kolonie «Purrysburg» gegründet hatte.

SCHWEIZ UND SKLAVENHANDEL

Schweizer Sklavenhandel: Die Schweizer Sklavenhändler
www.bilanz.ch, 30.06.2004

De Pury, Burckhardt, Sulzer: Prominente Schweizer Unternehmerfamilien haben sich am Sklavenhandel bereichert. Dies belegen neue, bisher unveröffentlichte historische Dokumente.



Die gemietheten Neger sind in der Regel verdorbene Individuen», schreibt der Schweizer Bundesrat im Jahr 1864 auf eine Anfrage aus dem Nationalrat, wie man denn mit Schweizern umzugehen gedenke, die im Ausland noch immer Sklaven hielten. «Deshalb sei es», so der Bundesrat weiter, etwa «von den in Brasilien niedergelassenen schweizerischen Handwerkern vorteilhaft und zeitgemäss, sich Negerknaben zu kaufen und ihnen das Handwerk zu lehren. Für gute Sklaven muss man einen höheren Ankaufspreis bezahlen, will man Jahre lang verlässige Dienstboten besitzen.»

INDIENNES ALS TAUSCHWAREN



Indienne "Le Grand Corail", musée du textile de Wesserling, Alsace, France

"Indiennes" genannte Textilien sind ursprünglich mit indisch-exotischen Motiven bedruckte leichte, aber dichte Baumwollstoffe, welche in Europa vom 17. bis zum 19. Jahrhundert produziert wurden. Im kulturell führenden Frankreich bekamen die aus Indien stammenden Stoffe - französisch "toiles indiennes" - ihren Namen. Sie wurden rasch zu begehrten Produkten für den Eintausch gegen Sklaven in Afrika.


SCHWEIZ UND SKLAVEN


Obwohl die Schweiz nie eine Kolonialmacht war, bedeutet das nicht, dass eines der grössten Verbrechen gegen die Menschlichkeit - der Handel mit afrikanischen Sklaven - unbemerkt an ihr vorbeigegangen wäre. Schweizer Privatpersonen haben ebenso aus dem Sklavenhandel Profit geschlagen wie andere Europäer auch.

Einzelne Schweizer Bürger profitierten wirtschaftlich enorm während des transatlantischen Dreieckshandels, sie produzierten Textilien, sogenannte Indiennes für den Eintausch in Afrika gegen Sklaven, handelten mit Kolonialwaren und besassen Plantagen in Übersee, die sie von Sklaven bearbeiten liessen. Andere Schweizer verdingten sich als Söldner in Übersee oder mussten in der "Neuen Welt" ihr Auskommen suchen, um Armut und Hunger in der Schweiz zu entfliehen. Diese Tatsachen zeigen deutlich die grenzübergreifende Verstricktheit und die globale Dimension des Sklavenhandels des 16.-19. Jahrhunderts.

http://www.cooperaxion.org/projekte/schweiz.html


SCHWEIZ: DREIECKSHANDEL (QUELLE)

SCHWEIZ: GELD STINKT NICHT



SCHWEIZ: BAUMWOLLE VON SAINT-DOMINGUE



HET GEHEIM

MANDULAND


HAUSRAT 1898

ANGASI: GELEGENHEITSTÜCHER

Gelegenheidsdoeken
De gelegenheidsdoeken konden om uiteenlopende redenen uitgebracht worden. Deze doeken dragen meestal geen naam. Siechts enkele namen zijn ons bekend, waarvan wij noemen:

1. LANSBERGE WATRA-AI - Tranen om van Lansberge (zie afbeelding 47)
Onder het gouverneursschap van van Lansberge werd in 1863 de slavernij afgeschaft. Bij diens vertrek in 1867 verscheen deze doek.




ANGISA: NAMENSGEBUNG 4

Namen naar aanleiding van voorvallen uit het leven van alledag

1. BAANANSI KREN NA AWARA BON - Broer Anansi klom in de awaraboom
De naam vormt de eerste zin van een liedje: "Ba Anansi kre' na awara bom, Makasutu hem, n'e flig-mashin, Mira beti hem, n'e lukbalon, Ba Anansi kre' na awara bom" (Herskovits en Herskbvits 1936:6). De naam slaat op het lot van een neger die vele malen de autoriteiten ontglipte en aldus zijn straf ontliep die hij eigenlijk verdiende voor de lage praktijken die hij uitvoerde. Tot dat de dag kwam dat hij gepakt werd en achter slot en grendel verdween.

2. BRANOWEER OTO BROKO BOURNE OTO - Oe brandweerauto heeft de auto van meneer BOljrne stukgereden (Ohr. Bourne had waarschijnlijk de eerste garage in Suriname) Garagehouder Bourne had een vriendin die hem in de steek liet voor de chauffeur van de brandweerauto. Prompt verscheen er een doek met een toepasselijke naam.

3. FU ORI MOISMOIS'EOE MEKI ANANSI GO NA INI KORO BERE - Om drie muizen is Anansi in de buik van de kool gekropen (zie afbeelding 45)
De aanstaande geboorte van een drieling gaf in 1937 aanleiding tot wrijving tussen twee medici. Beiden wilden de bevalling leiden. Oe ene arts was de heer Nassy, directeur van het St. Vincentiuszieken- huis, de andere was de heer Cool, direCfeur van 's Lands Hospitaal. Oe sympathie vari de bevolking ging uit naar de heer Nassy.


ANGISA: NAMENSGEBUNG 3

Volkswijsheid als naam

1. SABI DIRI - Goede raad is duur Deze uitdrukking wordt weergegeven door middel van het volgende symbooltje: (zie afbeelding 24) De doek waarvan het veld vol staat met deze figuurtjes heet dus sabi diri, maar ook het figuurtje zelf wordt zo genoemd.

2. WINTI WAl, LANTI PAI - De wind waait, het land betaalt (maak je geen zorgen voor de dag van morgen) Dit slaat op de soms wat onverantwoordelijke houding ten aanzien van overheidsbezit.

3. TE YU DU BUN A NO GRANI MA NA FEYANTI YU DE PRANI - Wanneer je goed doet ontvang je geen dank maar maak je vijanden (stank voor dank) . '. Deze doek wordt ook wel 'Doedel'-doek genoemd, naar een bekend vakbondsleider uit de jaren dertig.

4. DEI ABI EN MOl, MA NETI ABI EN SWITI - De dag heeft haar schoonheid maar de nacht haar zoetheid

5. TODO NO ABI WIWIRI MA TOKU A TYA LOSO - De kikker'heeft geen haar maar toch draagt hij luizen (zie afbeelding 43) Deze doek draagt nog een tweede naam: Dri konkruman nanga neigi ~otoigi - drie verklikkers en negen getuigen.


6. KON 'MA, KIBRI YU ATIBRON FU TAMARA - Kom moedertje, bewaar je driftigheid tot morgen Het veld van deze doek heeft talloze figuurtjes in de vorm van een vette komma. De doek wordt ook wel slechts 'komma' genoemd en zou dus in dat geval tot categorie V.2.1. gerekend kunnen worden.

7. EF TIDE BEN SABI SAN TAMARA BEN GO TYARI, MINDRI WATRA-AI BEN GO DE NA GRONTAPU - Als gisteren wist wat morgen brengen zal, zouden er minder tranen op de wereid zijn (Als men in de toekomst kon kijken zou veel narigheid voorkomen kunnen worden)

8. YU NA WORON, WAKTI TE YU TRON KAPERKA - Jij ru ps, wacht tot je vlinder geworden bent (Beidt uw tijd) (zie afbeelding 44) Op deze doek staan rupsen langs de rand en vlinders op het veld en zou daarom ook tot categorie V.2.1. gerekend kunnen worden.