Ornament-Werden - Weiblichkeit - Frauenarbeit - Sterotypisierung - Textilität - Suriname - Sklaverei - Kotomisi - Plantocrcacy - Repräsentation - Postkolonialismus - Schweiz - Dreieckshandel - Curaçao - Dutch Colonialism - Coolitude - Plantagenökonomie
10.05.2014
04.05.2014
Eleonora of Toledo
1544-45 portrait of Eleonora of Toledo with her son Giovanni de' Medici (by Agnolo Bronzino; Galleria degli Uffizi, Florence):
Ornamentbegriffe
Der Ornamentbegriff in der Renaissance
In Anlehnung an Vitruv schreibt der Architekt und Theoretiker Leone Battista Alberti in seiner „De re aedificatoria“ („Über die Baukunst“, 1452): „In tota re aedificatoria primarium certe ornamentum in columnis est.“ Säulen sind also für Alberti in einem Ornamentbegriff als Schmuck des Baus eingeschlossen. (Buch 6, Seite 2). Weiter definiert er auch figürliche Wandmalerei als Teil dieses „Bauschmucks“.
Der Ornamentbegriff im Barock
Der Kunsttheoretiker und Künstlerbiograf Filippo Baldinucci schrieb in seinem 1681 in Florenz erschienenen „Vocabolario Toscano dell’arte del Disegno“ („Toskanisches Inventar von der Kunst des Entwurfs“): „Abellimento, e dicesi propriamente dicose materiali, che si aggiungiono intorno che che sia, per farlo vage e belle.“ („Verzierung nenne ich es, wenn Materialien zum Gegebenen hinzukommen, um es schön und eigenartig zu machen.“)
In Frankreich ist der Begriff ornemens gleich dem lateinischen ornamentum zu setzen und taucht in der Kunstliteratur seit dem 16. Jahrhundert auf.
Im deutschen Sprachraum sind die Begriffe Zierrat, Zierung, Beizier bis ins 19. Jahrhundert vorherrschend, so z.B. schon in der ersten deutschen Ausgabe Vitruvs, übersetzt von Walter Rivius (auch Walter Ryff, „Vitruvius Teutsch“, Nürnberg, 1548), in der es in Buch 4, Kapitel 2, heißt: „Columnen, sampt deren etlichen angehorigen theil glidern und ornamenten oder zierungen.“
Im wichtigsten deutschen enzyklopädischen Lexikon des Barock, im „Grossen vollständigen Universal-Lexicon Aller Wissenschafften und Künste“ von Johann Heinrich Zedler (1732 ), findet sich der Verweis „Ornamentum siehe Zierrath“ und die Definition: „Schmuck, Putz, Ornat, Zierrath, Ornatus oder Ornamentum, heißt überhaupt alles dasjenige, was zwar auf dem Leibe, nicht aber so wohl zu nötiger Bedeckung desselben als vielmehr nur zum Staate und Pracht getragen wird.“ (Band 35, Spalte 471)In der kritischen europäischen Ornamentdebatte des 18. Jahrhunderts, wesentlich von den Akademien ausgetragen, wurde den Ornamenten schließlich ein Eigenwert zugestanden, der sie aus der Rolle einer eher untergeordneten Kunstgattung befreite.
Abgrenzung Muster / Dekoration
Das Muster ist eine einfache Linienkomposition, die von Ornamenten abgeleitet sein kann, wie zum Beispiel der griechische Mäander.
Als Dekoration hingegen bezeichnet man eine objektgebundene Flächenkomposition aus einzelnen Ornamenten. Ornament und Dekoration stehen einander spannungsreich gegenüber. Das Ornament ist ungebunden und frei versetzbar, die Dekoration an die durch das Objekt vorgegebene Fläche streng gebunden. Während das Ornament als stilisiertes Einzelmotiv in beliebiger Wiederholung auftreten kann, bildet die Dekoration eine ausgewogene Gesamtkomposition. Die Dekoration unterliegt zeitgebundenen Variationen und Veränderungen, das Ornament einer strengen Tradition. Daraus ergibt sich, dass mit nahezu gleich bleibenden Ornamenten höchst verschiedenartige, stilistisch wandelbare Dekorationen gestaltet werden können.
Ornament und Rhetorik
Bei Vitruv und Alberti leuchtet die schon in der griechischen Antike gegebene Herkunft des Ornamentbegriffs aus der Rhetorik durch. Es besteht eine Verbindung zum rhetorischen ornatus unter dem Eindruck des Horaz’schen „Ut pictura poesis erit“ („Dichtung ist wie Malerei“), das heißt der Begriff wird über Redekunst und Dichtung hinaus auf die Architektur und die bildenden Künste im allgemeinen angewendet, in der frühen Neuzeit vor allem aus dem Geist des Humanismus heraus. So lässt sich die Integration der Baudetails in die Ornamentik in der Neuzeit erklären, besonders bei Alberti, der ja selbst aus der Dichtung seinen Weg zur Kunsttheorie fand.
Der römische Rhetor Quintilian legte in der 1415 von Poggio Bracciolini in der Bibliothek des Klosters Sankt Gallen für die Neuzeit wieder entdeckten „Institutio oratoria“ (92–96 n. Chr.) fest: „Das Geschmückte ist alles, was mehr ist als nur klar und genau.“ Schmuck wird so als das Wesentliche eines Kunstwerks herausgehoben, acutum (Witz), nitidum (Glanz), copiosum (Fülle), hilare (Lebhaftigkeit), iucundum (Charme), accuratum (Sorgfalt) werden als die Komponenten der gratia bei Quintilian genannt, die in seiner Sicht eine Rede zum Kunstwerk macht.
Derartige Begrifflichkeiten werden bis ins 18. Jahrhundert außerrhetorische Kunsturteile mitbestimmen. Die Ornamentik wird auf diese Weise auch zu einer Art Sprache, dem gebildeten Betrachter in ihrer Rhetorik verständlich.
Labels:
architektur,
barock,
dekor,
form,
moderne,
Muster,
musterbuch,
Ornament,
ornamentgeschichte,
ornamentgraphik,
Ornamentik,
rhetorik,
robert ventrui,
schmuck,
witz
African scarification
congo-mondele:
"African scarification to decorate and beautify the body". | Belgian Congo | Photographer unknown
Ornament. Motiv-Modus-Bild
Labels:
A.Riegl,
barock,
bildtheorie,
dekor,
DIAGRAMM,
eikonos,
G. Semper,
K.P. Moritz,
Ornament,
Ornamentik
Tales of the Arabesque
*
*
*
*
*
*
Labels:
arabeske,
arabesken,
barock,
dekor,
grotesque,
Ornament,
Ornamentik,
vegetabilsmus
islamische architektur
Tuesday, April 27, 2010
Arabian Antiquities of Spain
But it's true that it's hard to know what to write about. Take a post about the book Arabian Antiquities of Spain (1815); it could be about murals, designing tessellations, Islamic Architecture and the Alhambra, or the history of Orientalism in Western Art. There's just too much good stuff out there. Sorry, but ponies are way down on the list.
In the meantime, these incredible etchings could serve as a complete source for any mural or stencil.
I posted a whole set of large images from this book here, illustrated beautifully by James Cavanah Murphy. Poor bugger died a year after this book came out, apparently he "fell a victim to his labours."
Just in case you're feeling a little too lazy to draw these patterns yourself; here is one as an Illustrator file. Nice! Dover has of course published a book on Islamic designs with a CD containing a ton of vector art, so you could go that route.
Or you could buy and download SymmetryWorks by Artlandia; an amazing little plug-in for Illustrator that enables you to create any kind of pattern. Great for wallpaper designers or for those tricky Islamic patterns. Beats learning Geometry.
For those interested in the patterns of the Alhambra, there is a fantastic textbook on designing tessellations called, not very surprisingly, Designing Tessellations, by Jinny Beyer. And it's not just for quilters and Escher freaks. The Mathematics is understandable, and the lessons valuable. Here's a sample page from the book.
I found a great Illustrator file online of a Hilbert Curve. Open it and have fun, but whatever you do, don't try following that line with your eye! This would make a great standing screen if you laser-cut the design out of wood.
Lewis F. Day writes in Pattern Design about the development of the 'Arab lattice':
Well, the way this post unfolded, I guess it's about Islamic pattern. I'll just have to do a different one on the subject of the dubiously named 'Orientalist' painters of the 19th Century.
By the way, there's a great book called The Alhambra, downloadable in it's entirety for free here. When I say 'great' I mean it's got a great set of plates. It's unreadable garbage, written by one of those toffee-nosed prats who fancied themselves as 'Oriental', as in this image of it's Victorian author, Albert T. Calvert, in full regalia.
Rokoko
Die Schaukel gemalt 1767 von Jean-Honoré Fragonard. Ein Sinnbild des Rokoko
Labels:
Asymmetrie,
barock,
fragonard,
Ornamentik,
Rokoko,
Weiblichkeit
Boiserie
Boiserie , franz., "Holztäfelung", Früher auch im deutschsprachigen Raum übliche Bezeichnung, besonders für * Paneele aus dem 17./18. Jh., die mit Reliefschnitzereien verziert sind.
Labels:
barock,
Boiserie,
Innenarchitektur,
Ornament,
Ornamentik,
Schnitzerei,
Täfelung
Rocaille
Rocaille ist das kunstwissenschaftliche Fachwort für muschelförmige Ornamente. Häufig sind Verbindungen mit Blatt- und Rankendekorationen. Aachen-Lütticher Kleiderschrank mit Rocaille, Couven-Museum, Aachen Das Wort rocaille kommt aus dem Französischen und bedeutet sowohl „Geröll“ als auch „Muschelwerk“. Das Rokoko wird im Französischen auch style rocaille genannt.
Die ersten Rocailles waren im 16. Jahrhundert die Grotten von Schlossanlagen der Renaissancezeit. Sie wurden nicht nur mit Kalkstein, Marmor, Kieseln und anderen Steinen ausgekleidet, sondern auch mit natürlichen oder künstlerisch in oft bizarren Formen gestalteten Muscheln und Gehäusen von Meeresschnecken. Ein Beispiel ist der wie eine Grotte gestaltete Grottensaal im Neuen Palais in Potsdam (1765).
Ornament Ab 1730 entwickelte sich die Rocaille in Frankreich als selbstständiges Dekorelement, meist asymmetrisch, stets schnörkel- oder muschelartig. Sie findet sich als Stuckdekoration, auf Täfelungen, auf Möbeln und Porzellan. Große Bedeutung gewann sie im Rokoko in der Schloss- und Kirchendekoration in Süddeutschland. Franz Anton Bustelli, der den Ruhm der Nymphenburger Porzellanmanufaktur begründete und als Vollender der Rokoko-Porzellanplastik gilt, verwendete sie nicht nur als Ornament, sondern zugleich als objektgestaltendes Element.
Labels:
arabeske,
barock,
Hermann Bauer,
muscheln,
Ornament,
Ornamentik,
Potsdam,
Rocaille,
Rokoko
01.05.2014
Unterwegs mit der Frauenzunft
Von
Nina Fargahi
Aber dieses Jahr war einiges anders. Die Gesellschaft zur Constaffel hatte die GzF eingeladen, als Gast mitzumarschieren. Mehr noch: Als es zur Verbrennung des Bööggs kam, bot ein Constaffler ganz spontan einer Fraumünster-Frau an, mit ihnen um den Böögg zu reiten. Eine symbolische Geste der Inklusion.
Aber zurück zum Anfang: Am Montagmorgen um 9 Uhr 30 versammelten sich die Frauen der GzF vor dem Fraumünster und eröffneten mit Musik und einer Begrüssungsrede von Regula Zweifel, der Präsidentin der GzF, das Zürcher Frühlingsfest. Zweifel ist Kulturhistorikerin und war zwölf Jahre lang stellvertretende Direktorin des Zürcher Landesmuseums. Sie amtet seit sechs Jahren als Oberhaupt der GzF. Auch der Constaffelherr Thomas K. Escher fand den Weg vor das Fraumünster, um die Frauen zu begrüssen.
Danach wurde in der Kirche Emilie Lieberherrs gedacht. Die GzF ehrt jedes Jahr historische und zeitgenössische Frauen, «die Zürich geprägt haben». Einerseits geht es darum, die Frauen sichtbar zu machen. Andererseits soll an ihre Leistungen erinnert werden.
Catherine Ziegler, ein Gründungsmitglied der GzF und ehemalige Hohe Fraumünster-Frau, hielt die Laudatio auf Emilie Lieberherr. Volksnah und bodenständig sei Lieberherr gewesen, eine unermüdliche Kämpferin für Gerechtigkeit und Wegbereiterin für das Frauenstimmrecht. «Eine Grundliberale, auch wenn sie der Linken angehörte», so Ziegler.
Nach der Ehrung legten die Fraumünster-Frauen Rosen auf das Denkmal von Katharina von Zimmern. Der Ehrengast Esther Gasser Pfulg, Regierungsrätin von Obwalden, traf ein.
Labels:
diskriminierung,
frauen,
schweiz,
sechseläuten,
volkskunst,
zunftwesen,
zürich
Farben - Errungenschaften der Technik
Lucien F. Trueb
Unsere sehr fernen Vorfahren lebten im farbenprächtigen, tropischen
Afrika. Blüten, Blumen, Vögel, Insekten, Tiere – überall war Farbe. Doch
die Menschen waren einheitlich braunschwarz bis schwarz und fast
unbehaart. Es lag nahe, dem durch Körperbemalung nachzuhelfen.
Möglicherweise war dies die allererste Form der bildenden Kunst.Pigmente für den Körper
Natürlich kamen nur helle Farbmittel
infrage, etwa weisse Kreide, bräunliche Tonmineralien, gelber Ocker,
rotes Eisenoxid. Es handelte sich durchwegs um Pigmente, also
unlösliche, feinkörnige Pulver, die mit Fett oder Eiweiss angemacht
wurden. Pigmente spielen heute noch eine enorm wichtige Rolle in
Anstrichfarben, Druckfarben, Lacken, Papier, Kunststoffen, Keramik,
Glas, Beton und Synthesefasern, wenn auch gegenüber früher mit
Akzentverschiebungen. So ist Titandioxid das wichtigste Weisspigment
geworden, Pigmente auf der Basis toxischer Schwermetalle sind aus dem
Verkehr gezogen worden. Zudem haben auch organische und metallorganische
Pigmente erheblich an Bedeutung gewonnen.
Die Migration des «out of Africa»
kommenden modernen Menschen in höhere Breiten war nur möglich, weil er
lernte, sich vor Kälte zu schützen. Naheliegend war dazu der Einsatz der
Häute und Felle erlegter Tiere, auf welche dieselben Pigmentmuster
aufgetragen werden konnten wie auf die nackte Haut. Dazu kam die
mindestens 30 000 Jahre alte Textiltechnik mit dem raffinierten
Verfahren des Verspinnens kurzer (zuerst pflanzlicher) Fasern wie
Brennnessel und Flachs zu langen Fäden. Fasern liessen sich zu Filz,
Fäden zu Gewebe und Strickwaren verarbeiten. Damit entstand der Bedarf
nach Farbstoffen, denn die aus rohen Naturprodukten gefertigten
Textilien waren grösstenteils unattraktiv grau-weiss.
Labels:
afrika,
chemische industrie,
farben,
färben,
Färbepflanzen,
pigmente,
schweiz,
Textilgeschichte,
textilindustrie
17.04.2014
Christa van der Meer: Projekt Iminijunju
via: tumblrHabs wieder gefunden:
Christa van der Meer
Projekt Iminijunju
Mehr Fotos hier: http://www.trendtablet.com/21461-christa-van-der-meer/
Es ist MODE! (Schade)
Kuss
Idie
Labels:
mode,
Ornament,
textile kunst,
Textilentwurf
16.04.2014
13.04.2014
Abonnieren
Posts (Atom)



































