20.08.2016

Manifest Destiny

This painting shows "Manifest Destiny" (the belief that the United States should expand from the Atlantic to the Pacific Ocean. In 1872 artist John Gast painted a popular scene of people moving west that captured the view of Americans at the time. Called "Spirit of the Frontier" and widely distributed as an engraving portrayed settlers moving west, guided and protected by Columbia (who represents America and is dressed in a Roman toga to represent classical republicanism) and aided by technology (railways, telegraph), driving Native Americans and bison into obscurity. It is also important to note that Columbia is bringing the "light" as witnessed on the eastern side of the painting as she travels towards the "darkened" west.
Datum 1872
Quelle Jared Farmer
Urheber John Gast (painter)


Der Fortschritt Amerikas (John Gast, ca. 1872). Allegorische Darstellung des Manifest Destiny. Die Figur Columbia personifiziert die USA, die den amerikanischen Siedlern das Licht der „Zivilisation“ nach Westen trägt, und Indianer und wilde Tiere vertreibt. Der Mississippi River ist überwunden. Columbia zieht einen Telegraphendraht und hält ein Schulbuch in der rechten Hand.[1]
Unter Manifest Destiny („offensichtliche Bestimmung“) versteht man eine amerikanische Doktrin des 19. Jahrhunderts. Sie besagt, dass die USA einen göttlichen Auftrag zur Expansion hätten, insbesondere über die Mitte des 19. Jahrhunderts bestehende westliche Grenze in Richtung Pazifik. Die Redewendung, die so viel wie offensichtliches (oder unabwendbares) Schicksal bedeutet, hatte der New Yorker Journalist John L. O’Sullivan 1845 in einem Artikel der Zeitschrift „The United States Democratic Review“ geprägt, als er schrieb, es sei „die offenkundige Bestimmung der Nation, sich auszubreiten und den gesamten Kontinent in Besitz zu nehmen, den die Vorsehung uns für die Entwicklung des großen Experimentes Freiheit und zu einem Bündnis vereinigter Souveräne anvertraut hat.“ Manifest Destiny war nie eine bestimmte Politik oder Ideologie; es war ein allgemeiner Begriff, der Elemente des amerikanischen Exzeptionalismus, Nationalismus und Expansionismus in einem übergreifenden Sendungsbewusstsein vereinigte. In dieser Tradition ist auch die Erforschung und geplante „Eroberung“ des Weltraums zu sehen.[2]
Viele amerikanische Pioniere verfochten die Meinung, die Ideale der Freiheit und der Nation seien von weitreichender Bedeutung und müssten in die neuen Länder gebracht werden, indem sie die Reichweite der Nation (und damit ihrer Grenzen) erweiterten. Zwei Jahrhunderte zuvor hatte der Gouverneur der Massachusetts Bay Colony John Winthrop behauptet, seine Kolonie sei die Stadt auf dem Berg und werde dem Rest der Welt die Lebensweise einer freien gottgemäßen Gesellschaft demonstrieren. In Fortführung dieser Idee argumentierten viele, es sei ein göttlicher Auftrag, die USA über den gesamten nordamerikanischen Kontinent auszudehnen. Das Young America Movement unter Franklin Pierce unterstützte diese Vision aktiv. Den Hintergrund bildete die religiöse Auffassung, die Weißen seien für diesen Auftrag prädestiniert.


Theorie und Praxis
Im Jahr 1846 verwendeten Politiker diese Redewendung, um die territoriale Expansion über den gesamten nordamerikanischen Kontinent zu rechtfertigen, indem sie ein Missionsbewusstsein in der Bevölkerung schürten. Theoretisch bestand die Absicht, allen Völkern die Ideale der Demokratie und der Zivilisation zu vermitteln; praktisch bedeutete sie häufig den Ausschluss der indigenen Amerikaner und der Menschen mit nichteuropäischen Vorfahren.
Die Westexpansion
Als die US-Bürger nach Westen vorrückten, waren schwere Konflikte sowohl mit den indigenen Amerikanern als auch mit Mexiko unvermeidlich. Bereits schwer durch Krankheiten dezimiert, waren die Indianer nicht im Stande, dem endlosen Strom weißer Siedler und dem begleitenden Militär Widerstand entgegenzusetzen; der indianische Niedergang und die Indianerkriege bilden dunkle Kapitel der amerikanischen Geschichte. Der Konflikt mit Mexiko war weniger dramatisch, aber er brachte den US-Siedlern enormen Landgewinn. Präsident Polk dokumentierte in seinen Tagebüchern seinen festen Entschluss, jedes mexikanische Territorium in Besitz zu nehmen, das in US-Hand fiel.
Als die USA das Manifest Destiny soweit erfüllt hatten, dass sie das Land bis zum pazifischen Ozean vollständig besetzt hatten, waren die britischen Reeder gezwungen, ihren Betrieb nach Norden in die geringer besiedelte kanadische Gegend zu verschieben.
Auswirkungen
Die Konsequenzen der Westexpansion gegen Ende des 19. Jahrhunderts waren vermutlich weiter reichend, als ihre Beförderer zuvor je ahnen konnten. Die Entdeckung von Gold 1849 (siehe Goldrausch) und anderer Minerale beschleunigte das Wachstum des Wohlstandes und des Reichtums einiger weniger Industrieller. Der Amerikanische Bürgerkrieg und die Sklavenbefreiung förderten eine weitere Einwanderung in die neuen Länder des Westens.
Der Glaube an das Manifest Destiny war einer der treibenden Faktoren des mexikanisch-amerikanischen Krieges 1846–1848, in dem die späteren Staaten Nevada, Arizona, Utah, Kalifornien und New Mexico erobert wurden.
Am 2. Dezember 1845 verkündete US-Präsident James K. Polk dem Kongress, dass die Monroe-Doktrin konsequent durchzusetzen sei und dass die USA ihre Sphäre im Westen aggressiv erweitern würden. Das Manifest Destiny und viele Aussagen betreffs einer moralischen, politischen und häufig rassischen Überlegenheit dienten dazu, die Deportation der Indianer zu rechtfertigen. Ähnliche Lehren, wie z. B. Die Bürde des weißen Mannes von Rudyard Kipling, wurden gleichzeitig von den Europäern anderswo in der Welt verwendet, um koloniale Eroberungen in Afrika und Asien zu rechtfertigen.
Die Bezeichnung „Manifest Destiny“ wird auch manchmal in Kanada erwähnt, wenn es um die kanadisch-amerikanischen Beziehungen geht. Einige Kanadier sind der Auffassung, dass die USA nie wirklich ihr Ziel der Erfüllung des Manifest Destiny durch eine Eingliederung Kanadas aufgegeben haben.
Literatur
    •    Sam W. Hayes, Christopher Morris (Hrsg.): Manifest Destiny and Empire: American Antebellum Expansionism. Texas A&M University Press, College Station, Texas 1997, ISBN 0-89096-756-3.
    •    Reginald Horsman: Race and Manifest Destiny: The Origins of American Racial Anglo-Saxonism. Harvard University Press, Cambridge, Massachusetts 1981, ISBN 0-674-74572-8.
    •    Frederick Merk: Manifest Destiny and Mission in American History: A Reinterpretation. Knopf, New York 1963.
    •    Anders Stephanson: Manifest Destiny: American Expansionism and the Empire of Right. Hill and Wang, New York 1995, ISBN 0-8090-6721-8.
    •    Albert K. Weinberg: Manifest Destiny: A Study of Nationalist Expansionism in American History. Johns Hopkins, Baltimore 1936.
    •    Jürgen Heideking: Geschichte der USA. 3. Auflage, Franke, Tübingen 2003, ISBN 3-8252-1938-0, S. 145–146.
    •    Udo Sautter: Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika. Kröner, Stuttgart 2006, ISBN 3-520-44307-4, S. 191–195.
    •    Howard Zinn: Eine Geschichte des Amerikanischen Volkes. Nikol, Hamburg 2013, ISBN 978-3-86820-192-5, S. 127–168.


Borderlands/La Frontera


Borderlands/La Frontera: The New Mestiza ist ein semi-autobiographisches Werk von Gloria E. Anzaldúa. Das Buch erschien 1987 im Verlag Aunt Lute Books. Thema von Borderlands sind die unsichtbaren Grenzen, die zwischen verschiedenen Gruppen im Grenzbereich zwischen den USA und Mexiko existieren: US-Bürger - Mexikaner/Chicanos, Männer - Frauen, Heterosexuelle - Homosexuelle.

Das Buch ist unterteilt in zwei Teile. Der erste in Prosa geschriebenen Teil ist untergliedert in sieben Abschnitte, in denen sie Autobiographisches mit der Geschichte der US-amerikanisch-mexikanischen Grenze und essayhaften Passagen über ihre Weltanschauung verbindet. Der zweite Teil des Buches besteht aus einer Sammlung von 38 Gedichten, die in sechs Gruppen unterteilt sind.

Das Buch lässt sich keiner der üblichen literarischen Kategorien zuordnen. Es verbindet aus der Perspektive einer lesbischen Feministin, einer Chicana-Tejana, Autobiographisches, Themen der Zeitgeschichte, historisch-kulturgeschichtliche Exkurse, Reflexionen über die aztekische Mythologie und Kultur, aus denen sie dann ihre Theorien über die „Neue Mestizin“, eine „Bewusstsein des Mestizen“ (Mestiza consciousness) und über „Grenzen“ und „Grenzgänger“ entwickelt.
Inhalt

Borderlands beginnt mit einem Gedicht über das Meer, das Mexiko umgibt. Das Meer als eine natürliche Grenze soll als Kontrast zu den von Menschen geschaffenen, unnatürlichen Grenzen dienen. Eine solche unnatürliche Grenze stellt jene dar, welche die Vereinigten Staaten von Amerika und Mexiko trennt. Anzaldúa empfindet diese Grenze als befremdlich und beengend. Die Autorin spricht sogar von einer offenen Wunde („The U.S.-Mexican border es una herida abierta“[1]) Diese künstlich errichtete Grenze trennt nicht nur zwei Länder, sondern sie übt auch großen Einfluss, sowohl soziologisch als auch psychologisch, auf jene Menschen aus, die um sie herum leben müssen. Anzaldúa verwickelt den Leser tief in die Spannungen und Konflikte zwischen den Chicanos und den Weißen. Hierbei vermittelt sie bildhaft einen Eindruck von der Hilflosigkeit der Mestizen, die durch die U.S.-mexikanische Grenze in ihrem einstigen Vaterland nicht mehr akzeptiert bzw. geduldet werden.

Gemäß Anzaldúa dienen Grenzen dazu, das Gute vom Schlechten zu trennen, das Sichere vom Unsicheren, uns von denen. Den Mestizen ist es nicht gestattet, die Grenze zu überschreiten, egal ob legal oder illegal. Sie werden sodann vergewaltigt, verstümmelt, erdrosselt, vergast oder erschossen.[2] Nur Weiße und Reiche können die Grenze jederzeit überschreiten.

Das Sprechen über Grenzen, Hybridität und Performativität

Kulturtheorie und Identität in den Zwischenräumen der Differenz
Die verbrauchten Metaphern vom Schmelztiegels und vom Mosaik, die unfähig geworden sind um Identitäten in einem multikulturellen Kontext auszudrücken, werden in diesem Essay von Susan Stanford Friedman anhand von Identitäts-und Hybriditätsmodellen neu konzeptualisiert.
Twilight is that time of day between day and night limbo, I call it limbo,and sometimeswhen I take my ideas to my homeboys they say, well Twilight, that's something you can't do right now,that's an idea before its time. So sometimes I feel as though I'm stuck in limbothe way the sun is stuck betweennight and day in the twilighthours. Anna Deavere Smith,
Twilight: Los Angeles 1992
Wenngleich der Begriff Differenz wichtige politische Anstöße geliefertund dazu beigetragen hat, Identität zu theoretisieren, ist in denVereinigten Staaten eine bestimmte Fixierung auf ihn zu beobachten.In deren Folge bleiben Grenzbereiche der Differenz verborgen - das Grenzland der Begegnung, der Interaktion und des Austausches, derRaum der Beziehung und der Identitätserzählungen, die solche Relationen erzeugen. Das Bild vom "wundervollen Mosaik" als Metapher für die US-amerikanische multikulturelle Vielfalt verkörpert eine Problematik des Auslöschens. Ein Mosaik besteht aus farbigen Steinen, durch ein Zementnetzwerk für alle Zeiten voneinander geschieden, und zugleich, um den Effekt eines Ganzen zu erzielen, miteinander vereint. Die Mosaiksteine selbst berühren sich nie; jeder einzelne bleibt unverändert, einzigartig, befestigt, undurchlässig. Der unscheinbare Zement verschwindet im Hintergrund und ist für das Design nur insofern wichtig, als daß er die Steine anordnet. Als Kunstform kann das Mosaik in seinen schimmernden Farbrelationen erlesen sein, ein Effekt, der sich insbesondere beim Betrachten aus der Ferne einstellt. Doch als Metapher für Multikulturalismus unterstützt das Bild möglicherweise die Fokussierung auf die Differenz und hindert daran, die Aufmerksamkeit darauf zu richten, was in deren Grenzgebieten geschieht, wie sie sich in einem fortlaufenden Prozeß der Interaktion bildet und umgestaltet, wobei der Zwischenraum zum Ort beständiger Wanderung, Thema der Vor- und Rückwärtsbewegungen wird. Wenn ich auf diese Auswirkungen der rhetorischen Figur des Mosaiks hinweise, möchte ich nun keinesfalls zum Diskurs des "Schmelztiegels" zurückkehren, der vertrauten und gesellschaftlich und sozial wirkungsmächtigen Rhetorik der US-amerikanischen Assimilation. Diese führt zu einem Verlust von kultureller Differenz und zu einem (oftmals erzwungenen) Aufgehenim Mainstream angloamerikanischer Traditionen der Vereinigten Staaten. Statt dessen möchte ich das zwielichtige Übergangsstadium des "Dazwischenseins" - jenseits des Mosaiks und des Schmelztiegels - in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stellen, indem ich drei Identitätslogiken kreativ miteinander in Verbindung setze, die gegenwärtig in kulturwissenschaftlichen Studien über die Grenzen von Fachdisziplinen hinaus verbreitet sind. Diese möchte ich grob "das Sprechen über Grenzen", "das Sprechen über Hybridität" und "das Sprechen über Performativität" nennen. Die Verbreitung dieser drei Rhetoriken spiegelt die Beschleunigungsprozesse der Globalisierung sowie die Intensivierung von Migrationsidentitäten in dem - wie Arjun Appadurai es nennt - "globalen Ethnobild" der Postmoderne wider.

> 1. Das Sprechen über Grenzen

Mit der autobiographischen poetischen Prosa Borderlands/La Frontera: The New Mestiza (1987), in der Gloria Anzaldúa die materielle Realität der Existenz im Grenzgebiet reflektiert, - startete sie "das Sprechen über Grenzen", das als sozialer Diskurs in die Kulturwissenschaften einging und die Fragestellung aufwarf, inwiefern individuelle und kollektive Identitäten materiell, geographisch und psychologisch auf Widersprüchen basieren. "Ich bin eine Frau der Grenze", erklärt sie und verweist auf die besonderen Bedingungen, unter denen Chicanas an der Grenze zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko auf dem Boden jenes Landes aufwuchsen, das sich die USA 1948 von Mexiko genommen hatten. "Ich wuchs zwischen zwei Kulturen auf, der mexikanischen (mit einem starken indigenen Einfluß) und der angloamerikanischen (als Mitglied eines kolonialisierten Volkes auf unserem eigenen Territorium). Ich sitze rittlings auf dieser tejas-mexikanischen Grenze, und auf anderen, mein ganzes Leben lang." (Vorwort) Wenngleich Borderlands die utopische Vision einer interkulturellen Hybridität zum Ausdruck bringt, spricht Anzaldúa einleitend davon, wie schwierig das Leben im Grenzgebiet sein kann - etwas, das sie nie aus den Augen verliert: "Dieser Ort der Widersprüche ist kein angenehmes Gebiet, um darin zu leben. Haß, Wut und Ausbeutung sind die hervorstechenden Merkmale dieses Landstriches." (Vorwort) Der Ausgleich für den Schmerz besteht in der größeren Fähigkeit des mestiza-Bewußtseins, sich auf die vielfältigen Positionen, die sie besetzt, und die Gemeinschaften, zu denen sie gehört, einzustellen - als Angehörige einer "rassischen" [3] Minderheit in den USA, als Frau in zwei patriarchalen Kulturen (chicano und angloamerikanisch), als Lesbe in einer überwiegend homophoben Umgebung sowie als Person mit dem sozialen Hintergrund der Arbeiterklasse: "Nichtsdestotrotz gab es Formen des Ausgleichs für diese mestizaje und einige bestimmte Freuden. Auf der Grenze und in den Randbezirken zu leben und die eigene sich verwandelnde und vielfältige Identität und Integrität intakt zu halten, ähnelt dem Versuch, in einem neuen, ðfremdartigenÐ Element schwimmen zu gehen. Es versetzt in Hochstimmung, an der weiteren Evolution der Menschheit teilzuhaben . . ." (Vorwort)[4] Im "border talk" der Kulturtheorie, zu dem Anzaldúa einen so wichtigen Beitrag geleistet hat, arbeiten Grenzen symbolisch und materiell rund um die binären Gegensatzpaare von Rein und Unrein, Gleichheit und Differenz, Innen und Außen. Ob buchstäblich oder figurativ: Grenzen übernehmen auch die Rolle eines Ortes der vielfachen Widersprüchlichkeit. Wie Anzaldúa schreibt: "Grenzen werden errichtet, um zu definieren, welche Orte sicher und welche unsicher sind, um uns von ihnen zu trennen . . . Ein Grenzgebiet ist ein vager, unbestimmter Ort, der durch den emotionalen Nachlaß einer unnatürlichen Grenze hervorgebracht wird. Es befindet sich in einem permanenten Übergangsstadium. Das Verbotene und Unerlaubte sind seine Bewohner." (Anzaldúa, 1987, S. 3) Wenngleich Grenzen die Idee der Undurchlässigkeit nachhaltig repräsentieren, sind sie real auch durchlässig. Grenzen trennen, während sie gleichzeitig verbinden. Sie beharren auf Reinheit, Unterscheidung, Differenz, doch sie ermöglichen Kontamination, Vermischung, Kreolisierung. Grenzen verfestigen, demarkieren; aber sie selbst sind imaginär, flüssig, in einem ständigen Prozeß der Veränderung. Grenzen versprechen Sicherheit, das Gefühl, "zu Hause" zu sein; erzwingen jedoch gleichzeitig Ausschlüsse und untermauern den Zustand, fremd, aus einem anderen Land, obdachlos zu sein. Grenzen materialisieren das Gesetz, indem sie Trennungen kontrollieren; doch als solche werden sie ständig überschritten, verletzt und untergraben. Grenzen dienen dazu, Macht über andere auszuüben, befähigen aber auch zum Überleben gegenüber einer dominanten Kraft. Sie regulieren Migration, Bewegung, Reisen - den Fluß von Menschen, Gütern, Ideen und allen möglichen kulturellen Formationen. Auf diese Weise unterminieren sie regulatorische Praktiken, indem sie interkulturelle Begegnungen und die damit einhergehende Produktion synkretistischer Heterogenitäten und Hybriditäten befördern. Grenzgebiete sind Orte des Hasses und der mörderischen Handlungen, dem Aneinanderreiben der Kontinentalplatten und den daraus folgenden gewaltsamen Eruptionen ähnlich. Doch sie sind gleichfalls Orte utopischen Begehrens, der Versöhnung und des Friedens.

Grenzen jeder Art werden stets überschritten werden; die Erfahrung des Überschreitens ist allerdings von der Existenz von Grenzen abhängig. Grenzen sind die Kontaktzone, in der bewegliche, nicht festlegbare Differenzen aufeinandertreffen, in der Macht auf komplizierte Weise und in vielfacher Ausrichtung zirkuliert und in der Handlungsfähigkeit auf beiden Seiten der beweglichen und durchlässigen Trennungslinie existiert.[5]

2. Das Sprechen über Hybridität

Mit ihrem Ruf nach einem "neuen mestiza-Bewußtsein" verhalf Anzaldúa abermals einer Identitätsrhetorik, sich in den Kulturwissenschaften zu verbreiten. Diese liegt jenseits der Festschreibungen fundamentalistischer Identitätspolitiken oder des "ethnischen Absolutismus ", wie Paul Gilroy es nennt. "Das Sprechen über Hybridität" ist höchst aufgeladen, brisant und kontrovers - teilweise aufgrund seiner historischen Wurzeln in rassistischer Ideologie, teilweise jedoch wegen seiner impliziten Herausforderung an die Hegemonie des "Sprechens über Differenz", dem viele sich zutiefst verbunden fühlen. Obwohl die verwandten Begriffe der Kreolisierung, des Synkretismus, der mestizaje und métissage verschiedene Resonanzen, Geschichten und kulturelle Verortungen hervorrufen, verweisen sie - ähnlich der Hybridität - auf miteinander verknüpfte Phänomene der biologischen, linguistischen, kulturellen, spirituellen und politischen Vermischung, die durch Formen der Grenzüberschreitung hervorgebracht werden.

Überfliegt man die Debatte über Hybridität, erkennt man kaum feste Bezugspunkte oder einen Konsens in bezug auf Bedeutungen. Ich sehe drei Modelle, zwei kulturelle Funktionen und drei politische Formationen von Hybridität, die zur Zeit in den Kulturwissenschaften maßgeblich sind.




Das erste Modell geht von der Verschmelzung verstreuter Elemente aus, die vollständig neue biologische oder kulturelle Formen hervorbringen. Das zweite postuliert das fortwährende Zusammenspiel unterschiedlicher Formen, die jeweils erkennbar voneinander getrennt bleiben, wie sehr sich auch ihr synkretistischer Kontext verändert. Das dritte Modell stellt genau die Vorstellung von Differenz in Frage, auf der die ersten beiden Modelle basieren. Es beruht auf der Annahme, daß hybride Formen eine fortwährende Vermischung von bereits immer schon Vermischtem darstellen.

Radioscript: Ein Raum und keine Linie

 KULTUR UND GESELLSCHAFT 
  
 Reihe :  LITERATUR    0.05 Uhr  
 Titel der Sendung: Ein Raum und keine Linie  
       
 Wie Literatur Grenzen erkundet
 

Regie: ((das Folgende mit Meeresrauschen unterlegen - 
immer wieder einblenden))

Sprecher: Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde; die Erde aber war 
wüst und wirr. 

Erzählerin: Die allererste Landkarte wurde wahrscheinlich von dem im 
6. Jahrhundert vor Christus lebenden Vorsokratiker 
Anaximander gezeichnet.

Sprecher: Gott sprach: Es werde Licht.

Erzählerin: Die Karte ist nicht erhalten. Erhalten aber ist das Wissen, 
dass Anaximander ein völlig neues Konzept in die 
Metaphysik einbrachte: das Apeiron - eine 
Wortkombination aus dem Affix -a und dem  griechischen 
Wort peiras, 'Begrenzung'.

Sprecher: Dann sprach Gott: Ein Gewölbe entstehe mitten im 
Wasser und scheide Wasser von Land. So geschah es 
und Gott nannte das Gewölbe Himmel.

Erzählerin: Das Apeiron ist demnach das Unbegrenzte - das bei 
Anaximander als Quelle des Begrenzten bezeichnet wird.

Sprecher: Dann sprach Gott: Das Wasser unterhalb des Himmels 
sammle sich an einem Ort. Damit das Trockene sichtbar 
werde. Das Trockene nannte Gott Land, und das 
angesammelte Wasser nannte er Meer. 

Regie: ((Meeres/Wassergeräusche hier allmählich 
ausblenden))

Sprecherin 1:  ((I stand at the edge where earth touches ocean
      Where the two overlap
      A gentle coming together
      At other times and places a violent clash))

    Ich stehe an der Stelle, wo sich Erde und Ozean berühren
      die beiden sich überlappen
      Ein sanftes Zusammentreffen
Zu anderen Zeiten, an anderen Orten ein gewaltsamer 
Clash
((Gloria Anzaldua: Borderlands. La Frontera. The New Mestiza. 
Aunt Lute Books, San Francisco, 2012. S. 23, 4 Zeilen. 
übersetzung: Claudia Kramatschek))


Erzählerin: Noch nie - so schreibt die Historikerin Astrid Nunn im 
Vorwort zu ihrem Band 'Mauern' - wurden so viele 
Grenzen verhandelt, festgelegt und bewacht wie jetzt. 
Rund 250.000 Kilometer Länge umfassen die Grenzen, 
die es derzeit gibt auf der Welt. Eine von ihnen ist die 
zwischen Mexiko und USA.

Sprecherin 1:  ((Across the border in Mexico
      Stark silhouette of houses gutted by waves,
      Cliffs crumbling into the sea,
      Silver waves marbled with spume
      Gashing a hole under the border fence.))

    Jenseits der Grenze in Mexiko
kahle Häusersilhouetten, ausgehöhlt von den Wellen,
Felsen bröckeln ins Meer,
Silberne, von Schaum marmorierte Wellen
höhlen ein Loch unter den Zaun der Grenze.
((Anzaldua: Borderlands. La Frontera. S. 23, 5 Zeilen. 
übersetzung: Claudia Kramatschek))

Erzählerin: Einst bildete der Rio Grande die natürliche Grenze 
zwischen Mexiko und den USA. Mittlerweile gilt sie als die 
bestgesicherte der Welt: Meterhohe Metallzäune, 
Stacheldraht, Nachtsichtgeräte, Infrarotkameras. 

Sprecherin 1:  ((I press my hand to the steel curtain -
Chainlink fence crowned with rolled barbed wire -
Rippling from the sea where Tijuana touches San Diego
Unrolling over mountains
And plains
And deserts,
This Tortilla Curtain turning into el Rio Grande
Flowing down to the flatlands
Of the Magic Valley of South Texas
Its mouth emptying into the Gulf.))

Ich presse meine Hand an den Stahl-Vorhang -
Maschendrahtzaun mit einer Krone aus gerolltem 
Stacheldraht -
Der sich kräuselt, vom Meer, wo Tijuana San Diego 
berührt,
Und sich entrollt 
über Berge
Und Ebenen
Und Wüsten.
Dieser Tortilla-Vorhang mündet in den Rio Grande 
Und fliesst hinab in das Flachland
Das magische Tal von Süd-Texas
Wo sein Maul sich in den Golf ergiesst.
((Anzaldua: Borderlands. La Frontera. S. 24, 10 Zeilen. 
übersetzung: Claudia Kramatschek))

Radioscript: Ein Raum und keine Linie

 KULTUR UND GESELLSCHAFT 
  
 Reihe :  LITERATUR    0.05 Uhr  
 Titel der Sendung: Ein Raum und keine Linie  
       
 Wie Literatur Grenzen erkundet
 

Regie: ((das Folgende mit Meeresrauschen unterlegen - 
immer wieder einblenden))

Sprecher: Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde; die Erde aber war 
wüst und wirr. 

Erzählerin: Die allererste Landkarte wurde wahrscheinlich von dem im 
6. Jahrhundert vor Christus lebenden Vorsokratiker 
Anaximander gezeichnet.

Sprecher: Gott sprach: Es werde Licht.

Erzählerin: Die Karte ist nicht erhalten. Erhalten aber ist das Wissen, 
dass Anaximander ein völlig neues Konzept in die 
Metaphysik einbrachte: das Apeiron - eine 
Wortkombination aus dem Affix -a und dem  griechischen 
Wort peiras, 'Begrenzung'.

Sprecher: Dann sprach Gott: Ein Gewölbe entstehe mitten im 
Wasser und scheide Wasser von Land. So geschah es 
und Gott nannte das Gewölbe Himmel.

Erzählerin: Das Apeiron ist demnach das Unbegrenzte - das bei 
Anaximander als Quelle des Begrenzten bezeichnet wird.

Sprecher: Dann sprach Gott: Das Wasser unterhalb des Himmels 
sammle sich an einem Ort. Damit das Trockene sichtbar 
werde. Das Trockene nannte Gott Land, und das 
angesammelte Wasser nannte er Meer. 

Regie: ((Meeres/Wassergeräusche hier allmählich 
ausblenden))

Sprecherin 1:  ((I stand at the edge where earth touches ocean
      Where the two overlap
      A gentle coming together
      At other times and places a violent clash))

    Ich stehe an der Stelle, wo sich Erde und Ozean berühren
      die beiden sich überlappen
      Ein sanftes Zusammentreffen
Zu anderen Zeiten, an anderen Orten ein gewaltsamer 
Clash
((Gloria Anzaldua: Borderlands. La Frontera. The New Mestiza. 
Aunt Lute Books, San Francisco, 2012. S. 23, 4 Zeilen. 
übersetzung: Claudia Kramatschek))


Erzählerin: Noch nie - so schreibt die Historikerin Astrid Nunn im 
Vorwort zu ihrem Band 'Mauern' - wurden so viele 
Grenzen verhandelt, festgelegt und bewacht wie jetzt. 
Rund 250.000 Kilometer Länge umfassen die Grenzen, 
die es derzeit gibt auf der Welt. Eine von ihnen ist die 
zwischen Mexiko und USA.

Sprecherin 1:  ((Across the border in Mexico
      Stark silhouette of houses gutted by waves,
      Cliffs crumbling into the sea,
      Silver waves marbled with spume
      Gashing a hole under the border fence.))

    Jenseits der Grenze in Mexiko
kahle Häusersilhouetten, ausgehöhlt von den Wellen,
Felsen bröckeln ins Meer,
Silberne, von Schaum marmorierte Wellen
höhlen ein Loch unter den Zaun der Grenze.
((Anzaldua: Borderlands. La Frontera. S. 23, 5 Zeilen. 
übersetzung: Claudia Kramatschek))

Erzählerin: Einst bildete der Rio Grande die natürliche Grenze 
zwischen Mexiko und den USA. Mittlerweile gilt sie als die 
bestgesicherte der Welt: Meterhohe Metallzäune, 
Stacheldraht, Nachtsichtgeräte, Infrarotkameras. 

Sprecherin 1:  ((I press my hand to the steel curtain -
Chainlink fence crowned with rolled barbed wire -
Rippling from the sea where Tijuana touches San Diego
Unrolling over mountains
And plains
And deserts,
This Tortilla Curtain turning into el Rio Grande
Flowing down to the flatlands
Of the Magic Valley of South Texas
Its mouth emptying into the Gulf.))

Ich presse meine Hand an den Stahl-Vorhang -
Maschendrahtzaun mit einer Krone aus gerolltem 
Stacheldraht -
Der sich kräuselt, vom Meer, wo Tijuana San Diego 
berührt,
Und sich entrollt 
über Berge
Und Ebenen
Und Wüsten.
Dieser Tortilla-Vorhang mündet in den Rio Grande 
Und fliesst hinab in das Flachland
Das magische Tal von Süd-Texas
Wo sein Maul sich in den Golf ergiesst.
((Anzaldua: Borderlands. La Frontera. S. 24, 10 Zeilen. 
übersetzung: Claudia Kramatschek))

19.08.2016

Die Eidgenossenschaft ist global

Die Schweizer Auswanderung ist ein wesentlicher Teil der Geschichte der Schweiz. Und sie ist eine Geschichte von Enttäuschungen und Errungenschaften. Von Rudolf Wyder
http://webspecial.tagesanzeiger.ch/longform/auslandschweizer/diaspora/


Das Radio als Verbindung zur Heimat – Auslandschweizer in Indien (1953). Foto: ASO-Archiv

Wer «Einwanderer» oder «Auswanderer» hört, denkt an Angehörige fremder Völker, kaum jedoch an Schweizer. Dabei sind wir eine der wanderfreudigsten Nationen weit und breit. Auf acht Inlandschweizer kommt ein Auslandschweizer.
Noch weniger im öffentlichen Bewusstsein ist es, dass die über 760'000 registrierten Schweizer Bürger im Ausland gut organisiert und vernetzt sind. Und das nicht erst seit gestern. Ihre Dachorganisation wird in diesem Jahr hundertjährig. Zu diesem Anlass ist die Geschichte der Auslandschweizer-Organisation (ASO) aufgearbeitet worden. Es ist zugleich die Geschichte des Umgangs der Schweiz mit ihrer Diaspora. Sie zeigt ein buntes Puzzle aus Erfolgen und Enttäuschungen, Errungenschaften und Versäumnissen.

Ruf zu den Fahnen
Aufbruchstimmung prägte den Beginn des vorigen, 20. Jahrhunderts. Es ist ein Zeitalter der Innovationen, des Wirtschaftsaufschwungs und der internationalen Freizügigkeit. Schweizer Unternehmen, Infrastrukturprojekte, Hochschulen ziehen ausländische Fachkräfte an. Immer mehr Schweizerinnen und Schweizer lassen sich im Ausland nieder. Vorübergehend als Studierende oder dauerhaft als Vertreter schweizerischer Unternehmen, Wissenschaftler, Erzieherinnen, Landwirte, Unternehmer. 400'000 Schweizerbürger leben 1914 ausserhalb der Landesgrenzen – ein Zehntel des Schweizervolkes.
Der Erste Weltkrieg setzt der internationalen Freizügigkeit ein Ende. Mehr als 20'000 wehrfähige Auslandschweizer werden unter die Fahnen gerufen. Viele Landsleute suchen in der Heimat Schutz. Nach der Oktoberrevolution kommen mehrere Tausend zuvor wohlhabende Russlandschweizer verarmt in der Schweiz an.


Landmaschine auf einer Schweizer Farm in Argentinien auf einer undatierten Aufnahme. Foto: ASO-Archiv


Yorgos Sapountzis








15.08.2016

Suriname Slaves Origin, Ghana, Benin, Loango


Many Surinamese descendants of slaves often wonder where their ancestors came from. The short answer is mostly from Ghana, Benin and Loango, but also from many other parts of West Africa such as Gambia, Guinea, Senegal, Ivory Coast etc.
To delve deeper into this subject we have to briefly examine the history starting from the 17th century of the slave trade by both the English and the Dutch.
The first slaves which came to Suriname came to an English colony. English was the language of that day and as a matter of fact the same language which the slaves spoke then is still spoken today, Sranang Tongo. It is mostly an English derived language and not Dutch.
The Dutch got Suriname from the English by the treaty of Breda in 1667. At that time there were already 3000 slaves in Suriname, which was still very sparsely populated surrounded by a huge jungle. Many of the slaves took advantage of this and escaped to the jungle.
From the beginning of the 17th century until after the end of emancipation in 1863, the Dutch were in control of the Gold Coast trade in West Africa and had two main fortresses there from where they shipped Africans.
Fort Amsterdam – In Kromanti Ghana and Fort Elmina, in Elmina Ghana.
More about Kromanti, Ghana and the Suriname Caribbean connection
Learn about Kromanti language in Suriname and Jamaica 
Ghana & Loango(in present day Congo) was the source of most slave descendants in Suriname with a significant number from Dahomey(in present day Benin) but also from other parts of West Africa howbeit in smaller numbers.
Culturally it appears that the Acan(Ghana) culture was more dominant if we look at language, and religious practices which we call winti.
See also African words in daily use in Suriname
And
African Culture – Religion In Suriname
However there are also cultural influences from Loango, Benin and other parts of West Africa.

Here are some images to give you an idea of what those cities looked like where the slaves came from at the time, 16th & 17th century:

Kumasi – Ghana(center of Ashante, Acan kingdom):

7-Kumasi

Loango(currently Congo):

18-loango-africa-kongo-kingdom

Benin(Dahomey):

benin-pic-2
As you can see, these were well organized cities, with an obvious infrastructure of roads and defenses, contrary to what some Westerners would have you believe.

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creolisierung - suriname







De Toekomst van ons Slavernij Verleden Dekoloniseer de geest


Hochgeladen am 02.11.2011
Debat over het slavernijverleden
Naar aanleiding van de discussie over de NTR-serie De Slavernij organiseerde Vereniging Ons Suriname een debat op zondag 30 oktober met als thema: De Toekomst van het Slavernijverleden: Dékoloniseer de Geest !
Aan het debat deden mee: - Carla Boos (programmamaker NTR, eindredactie De Slavernij)
- Sandew Hira (een criticus van de serie), Moderator: Ivette Forster (presentatrice, filmmaker) Na het debat tussen Hira en Boos was er gelegenheid voor het publiek om te reageren.
Locatie: Vereniging Ons Suriname, Zeeburgerdijk 19A, Amsterdam

Anton de Kom: Wij Slaven van Suriname







4. = https://youtu.be/HMUuIRbfsNo



Saamaka from Karel Doing on Vimeo.




After completing 'Looking for Apoekoe' a second opportunity emerged to work together with the artist collective Totomboti and the people of the Suriname village Pikinslee.
In the Netherlands I was made aware of the film 'Djoeka' completed around 1932. This film was credited to L.C.Reedijk, a Dutchman, living and working in Suriname. He was a reserve lieutenant in the army. Besides Suriname, he spent some time in the east, where he had a plantations on the east coast of Sumatra. During his stay in the two colonies, he made a number of films including 'Djoeka'.
The film 'Djoeka' shows the journey of a group of white people to the Surinamese interior. They traveled by train and canoe and passed along the mission-post Botopasi, on the Suriname River, before going further into the jungle. Presumably by chance they find themselves in the middle of the events connected to the funeral of a granman (headman) and the many rituals related to those events. The original inter-titles made clear that the filmmaker had no great knowledge of the events that he recorded. The original film was screened in the Netherlands as an attraction displaying the exotism of the Maroon people, self liberated slaves that established an independent society in the interior of Suriname and forced a peace treaty upon their Dutch colonial counterparts.
I proposed my Suriname collaborators to respond to the film by recording a soundtrack that explains the images from a contemporary Maroon perspective, with the aim to counteract on the white gaze of it's original maker. They selected a diverse group of participants who watched the film. We recorded their reactions, stories, performances and music, resulting in a soundtrack that follows their interpretation while leaving the original intact (besides cutting out the inter-titles).
Saamaka is a dialogue between two times and two cultures. There is over 80 years between the image and sound recordings, and literally a world of difference between the Dutch and Saramaccan culture. Through blending these different elements into one document a work is created that mediates between the two cultures.

14.08.2016

No Natural Hair Policy


ARENTS UPSET AFTER A KENTUCKY HIGH SCHOOL BANS NATURAL BLACK HAIRSTYLES
Posted by The Race Card on August 11, 2016 at 11:00am
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With a ban on cornrows ("cornrolls", wtf), dreads, twists, afros longer than two inches, and fade designs, a Louisville, Kentucky school (Butler Traditional High School) just became the latest example of institutionalized environmental hostility, in public education, towards black students. According to the high school, locs and fades are more detrimental to a student’s education than not being allowed to attend class.

The school’s ridiculous, culturally insensitive policy of forced assimilation went viral after a parent named Attica Scott (who has locs herself) tweeted a copy of the policy and expressed her daughter’s frustration over it. The policy itself policing many of the most popular protective hair styles in the black community, implying that they are too distracting and unkept to be in the classroom. Since then, the school district superintendent, Donna Hargens, has backtracked and expressed a desire to open up dialogue around the subject with parents. Butler Traditional High School has suspended the policy, for now.

By Erin White*, AFROPUNK contributor





PHOTOS BY NINA WESTERVELT

13.08.2016

The Biopolitics of Settler Colonialism: Right Here, Right Now

SCOTT LAURIA MORGENSEN

Queen’s University

Settler colonialism is exemplary of the processes of biopower theorised by Giorgio Agamben and Michel Foucault. However, settler colonialism remains naturalised within theories of biopower and theories of its relation to coloniality. White supremacist settler colonisation produces specific modes of biopolitics that sustain not only in settler states but also in regimes of global governance that inherit, extend, and naturalise their power. I extend Patrick Wolfe’s theory that a ‘logic of elimination’ constitutes settler colonialism in the genocide and amalgamation of Indigenous peoples, by indicating that this also indigenises and naturalises white settler nations as projections of the West. Agamben’s work illuminates how Indigenous peoples are eliminated in a state of exception to Western law, which by functioning to erase consanguinity – as the patriarch in Roman law eliminates the defiant son – explains Indigenous peoples’ seemingly contradictory incorporation within and excision from the body of white settler nations. This biopolitical process specific to settler colonialism also structures the manner in which white settler societies demonstrably universalize Western law, both within their bounds and in global arenas. My call to denaturalise settler colonialism in social theory is but a first step towards broader study of how the biopolitics of settler colonialism structure current modes of biopower and require concerted critique at the intersections of Indigenous and settler colonial studies.

http://www.tandfonline.com/doi/pdf/10.1080/2201473X.2011.10648801

29.07.2016

Crucial to Influx 3 (2016) by Gerald Machona & Pak Ndjamena Ndjamena,


Crucial to Influx 3 (2016) by Gerald Machona & Pak Ndjamena Ndjamena, is an attempt to disrupt the 55 minute hour scheme used by Cape Town garment factories, where an assembly line of seamstresses was governed by a clock that would run 55 minutes of production and 5 minutes of recess every hour. Rather than rely on a clock to keep time and metronome the two artists have drawn rhythm from a sewing machine to stitch together dance and installation. Thanks to Romatex Home Textiles for kindly hosting the performance (Friday 10 June at 1pm), to Nazmia Leite of the South African Clothing & Textile Workers Union (SACTWU), and to Jade Nair and Dr Siona O'Connell of the Centre for Curating the Archive at the University of Cape Town for the introductions to SACTWU Industria House.












25.07.2016

We Absolutely Could Give Reparations To Black People. Here’s How.



POLITICS
A step-by-step guide to paying the descendants of enslaved Africans.
02/22/2016 07:35 am 07:35:43 | Updated Feb 23, 2016

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Let’s say you’re driving down the street and someone rear-ends you. You get out of your car to assess the damage. The person who hit your vehicle gets out of his car, apologizes for the damage and calls his insurance company. Eventually, you receive a check for the harm done.
Now, let’s say that for years, if not generations, your family and families like yours have been damaged by your country’s political and economic system — by law and widespread practice, with the intent of benefiting families not like yours — then the checks for the harm done would be called reparations.
Beginning with more than two centuries of slavery, black Americans have been deliberately abused by their own nation. It’s time to pay restitution.
Black activists and intellectuals have been making that point with increasing volume over the last few years, turning what was an obscure thought problem into a political issue. The question of reparations has even entered into the Democratic primary, with Sen. Bernie Sanders (I-Vt.) struggling to explain to black voters why he has built such a strong social justice platform on every issue but this one.
Sanders was put on the spot last month when a reporter asked him if he would support reparations as president. “No, I don’t think so,” he said, describing the likelihood of congressional passage as “nil” — as if those odds normally stopped him.
Every year since 1989, Rep. John Conyers (D-Mich.) has introduced the Commission to Study Reparation Proposals for African-Americans Act. As the name indicates, H.R. 40 does not require reparations. It simply calls for comprehensive research into the nature and financial impact of African enslavement as well as the ills inflicted on black people during the Jim Crow era. Then, remedies can be suggested.
Every year, the bill stalls.
Fifty-nine percent of black Americans think that the descendants of enslaved Africans deserve reparations, according to a June 2014 HuffPost/YouGov poll. Sixty-three percent of black folks support targeted education and job training programs for the descendants of slaves.
Most other Americans still aren’t listening.
Ta-Nehisi Coates, perhaps the most prominent voice now pushing reparations, laid out why black Americans deserve even more than repayment for slavery in a sweeping 2014 article, “The Case for Reparations.” The exploitation didn’t stop with the Emancipation Proclamation, so any restitution must reckon with the discrimination that followed and deal with the living victims of these ills.
Last month, Coates criticized Sanders’ decision to shy away from the issue:
If not even an avowed socialist can be bothered to grapple with reparations, if the question really is that far beyond the pale, if Bernie Sanders truly believes that victims of the Tulsa pogrom deserved nothing, that the victims of contract lending deserve nothing, that the victims of debt peonage deserve nothing, that that political plunder of black communities entitle them to nothing, if this is the candidate of the radical left — then expect white supremacy in America to endure well beyond our lifetimes and lifetimes of our children.
Let’s change that — let’s bother to have the hard but necessary discussion of what black Americans are owed for what was taken from them. If reparations ever come, what would they look like?

1. Let’s Figure Out Who Deserves Reparations And Why



Photo 12/UIG/Getty Images
Rubin Stacy was lynched in Fort Lauderdale, Florida, in July 1935.