Bedrucktes kitenge-Frauen-Umschlagtuch aus Baumwolle, Tansania
maschinell bedrucktes Frauenumschlagtuch kanga, Kenia

maschinell bedrucktes Frauenumschlagtuch kanga, Kenia
Swaheli Frauen in kangas und kikoi
maschinell bedrucktes Frauenumschlagtuch kanga, Tansania
Bedrucktes kitenge-Frauen-Umschlagtuch aus Baumwolle, Kenia
Außer in Athiopien wird in Ostafrika ein Großteil der Textilien seit langem importiert. An der Swahili-Küste wurden die Baumwollstoffe auf Webstühlen gewebt, die die Araber eingeführt hatten. Auch der Anbau und die Verarbeitung von Baumwolle dürfte auf sie zurückgehen. In den Savannen oder Bergen des Hinterlandes benötigt man kaum Kleidung, und also reichten Leder oder Felle aus. Die Viehzüchter und Bauern dieser Regionen kannten keine eigene Tradition im Weben, kauften jedoch gerne Textilien. Mit der Öffnung der Region in der zweiten Hälfte des '9. Jahrhunderts gelangten fabrikgewebte Stoffe und Decken aus Europa und handgewebte Stoffe aus Indien und Arabien ins Land. Die Nachfrage stieg aber auch infolge der Ausbreitung des Christentums und seiner Forderung nach dezenter Kleidung.
Der kikoi, ein rechteckiges Baumwolltuch, ist an den Enden häufig mit Fransen besetzt und wird von Männern auf dem Land getragen. Die Muster werden in der Regel gewebt und nicht gedruckt. Kikois sind bei Kikuyu und Masai ein beliebtes Traditionsgewand des Mannes. Das klassische kikoi der Kikuyu besteht aus zwei langen, gestreiften Stücken, die von Hand gewebt und zusammengenäht sind und zusammen ein großes weites Gewand ergeben.
Kcngas heißen maschinenbedruckte Stoffe, als doti paarweise getragen, die vor allem für Kenia, wie überhaupt für Ostafrika typisch sind. Ihre Herkunft ist ungeklärt, wahrscheinlich aber stammen sie aus Sansibar oder Mombasa. Es gibt keine Hinweise darauf, dass sie jemals von Hand bedruckt, sondern schon immer maschinenbedruckt wurden. Es heißt, dass unter den Swahilifrauen die Mode aufkam, importierte europäische Tücher, die in Sechser-Blöcken geliefert wurden, in Bahnen zu zerschneiden. Sie zerschnitten die Blöcke der Länge nach in drei Tuchbahnen, von denen sie eine als Hüfttuch und die andere als Umhangtuch trugen. Arabische und indische Kaufleute ließen daraufhin eigens angefertigte Stoffe in Fabriken in Indien und China bedrucken. Die ersten, gesprenkelten Stoffe mit dunklem Fond wurden als kangas bezeichnet, weil sie an Perlhühner erinnerten. Mit der Zeit durchliefen die kangas zahlreiche Metamorphosen. So waren die in den '97oer Jahren aus China kommenden kangas aus dickerem Stoff und hatten markante Muster, während die heutigen aus Indien oder einheimischer Produktion stammen auf einem dünneren Baumwollstoff mit vergleichsweise unscharfem Dekor bedruckt werden. Dennoch weisen sie alle eine Gemeinsamkeit auf - sie sind alle mit einem Kiswahili-Sprichwort bedruckt, mit dem jede Frau, die ein kangas-Paar trägt, etwas mitzuteilen beabsichtigt. Viele Botschaften werden verkündet. Ein geflecktes Muster trägt den Ausspruch »Glück bringt Reichtum«; ein Mango-Muster verkündet »Liebe ist wie Husten - Sie verschwindet nie«; eine Weltkarte deute: a »Selbst wenn wir voneinander getrennt sind, bleibt doch die Erinnerung«. Ein geflecktes Muster trägt den Ausspruch »Glück ~""sReichtum«; ein Mango-Muster verkündet »Liebe ist wie Husten - Sie verschwindet nie«; eine Weltkarte deute: 2 »Selbst wenn wir voneinander getrennt sind, bleibt da die Erinnerung«.
Bedrucktes kitenge-Frauen-umschlagtuch aus Baumwolle, Tansania









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